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Veranstaltungen des LfULG zu den Themenbereichen Lärm, Licht, Erschütterungen

Auftaktveranstaltung zur Lärmkartierung 2022

Die Veranstaltung findet am 28. September 2021 als Online-Veranstaltung statt

Über 200 Städte und Gemeinden in Sachsen sind von der nächsten Runde der Lärmkartierung an Hauptverkehrsstraßen, an Haupteisenbahnstrecken, im Einwirkbereich von Großflughäfen sowie in Ballungsräumen betroffen. Es besteht die Pflicht, bis zum Stichtag 30. Juni 2022 die Lärmkarten vorzulegen und der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Eine besondere Herausforderung stellen die für die Kartierungsrunde 2022 erstmals anzuwendenden europaweit harmonisierten Berechnungsvorschriften dar, welche eine komplette Neuberechnung aller Lärmkarten mit differenzierteren Eingangsgrößen notwendig machen. Im Freistaat Sachsen sind nach derzeitiger Rechtslage die Gemeinden für die Kartierung zuständig. Eine Ausnahme bilden die Haupteisenbahnstrecken, diese Lärmkarten werden bundesweit einheitlich vom Eisenbahn-Bundesamt erstellt. Allerdings wird aktuell an der Voraussetzung gearbeitet, die Lärmkartierung an Hauptverkehrsstraßen in Sachsen für Städte mit weniger als 80.000 Einwohnern federführend durch das LfULG durchführen zu lassen. Eine Mitwirkung der Gemeinden bleibt dennoch unabdingbar. Über die Rahmenbedingungen der Lärmkartierung 2022, deren konkrete Ausgestaltung sowie die aktuelle Sachlage informiert das LfULG im Rahmen der »Auftaktveranstaltung für die Lärmkartierung 2022« am 28. September 2021. Hierzu sind alle betroffenen Städte und Gemeinden herzlich eingeladen. Aufgrund der pandemiebedingten Unabwägbarkeiten findet die Veranstaltung erstmals als  Online-Angebot statt.

Das detaillierte Programm wird derzeit noch abgestimmt und ist in Kürze auf dieser Website verfügbar.

»Tieffrequente Geräusche - aktuelle Untersuchungsergebnisse«

Online-Konferenz am 7. Mai 2021

Über tieffrequente Geräusche und Infraschall wird in der Öffentlichkeit schon seit längerem kontrovers diskutiert. Auf der Veranstaltung, die im Kooperation mit der Sächsichen Landesstiftung für Natur und Umwelt online via Internet mit rund 180 Teilnehmern stattfgefunden hat, wurden jüngere Untersuchungen zu diesem Thema vorgestellt. So hat das LfULG ein Projekt initiiert zur »Untersuchung der Schallübertragung tieffrequenter Geräusche von außen in Aufenthaltsräume hinein«. Über dieses Vorhaben, seine Ergebnisse und ein daraus abgeleitetes Verfahren für die Schallimmissionsprognose tieffrequenter Geräusche wurde berichtet. Weitere Themen der Veranstaltung waren Wahrnehmung und Wirkung von tieffrequenten Geräuschen und Infraschall sein sowie gesundheitliche und rechtliche Aspekte.

Die Vorträge der Referenten können Sie nachfolgend jeweils als pdf-Datei abrufen.

»Lärmminderung bei der Beschallung von Freiluftveranstaltungen« am 26. September 2018

In den letzten Jahren hat die Weiterentwicklung der Beschallungstechnik zur Erhöhung der erzielbaren Lautstärken geführt. Außerdem ist es in Mode gekommen, tiefe Frequenzen überproportional verstärkt wiederzugeben. Der Ansatz für die Prognose der Schallimmissionen von Beschallungsanlagen, der in der Sächsischen Freizeitlärmstudie im Jahr 2006 veröffentlicht wurde und in die VDI 3770 eingegangen ist, wurde deshalb überarbeitet. Die neuen Ergebnisse sowie Prognosemethoden und Lärmminderungsmöglichkeiten wurden im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt.

Die Vorträge der Referenten können Sie nachfolgend als pdf-Datei abrufen.

Auftaktveranstaltung zur Lärmaktionsplanung 2018 am 29. November 2017

Im Anschluss an die Lärmkartierung 2017 besteht für die Gemeinden die gesetzliche Pflicht zur Erstellung von Lärmaktionsplänen. In Aktionsplänen sind unter Beteiligung von Öffentlichkeit und Fachbehörden Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelastung festzuschreiben. Bereits bestehende Lärmaktionspläne sind in der aktuellen Planungsrunde zu überprüfen und fortzuschreiben. 

Gegenüber Bund und EU sind mit Stichtag 18. Juli 2018 die Aktivitäten der Gemeinden zu dokumentieren. Für die Gemeinden stellt die Lärmaktionsplanung vielfach eine Herausforderung dar. Durch ein laufendes Vertragsverletzungsverfahren der EU ist der Handlungsdruck deutlich gestiegen, so dass sich jede kartierte Gemeinde verpflichtend mit der Lärmaktionsplanung auseinandersetzen und dies dokumentieren muss.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die gesetzlichen Pflichten, die aktuelle Entwicklung sowie die Herangehensweise an die Aufstellung eines Aktionsplanes erläutert. Gerade für Gemeinden mit geringen Lärmbetroffenheiten besteht die Möglichkeit, ihrer Lärmaktionsplanung in einem vereinfachten Verfahren ohne Einschaltung externer Auftragnehmer durchzuführen. Abgerundet wurde das Programm durch Praxisbeispiele aus Kommunen und Planungsbüros. Nachfolgend sind die Vorträge der Referenten per Download abrufbar:

»Geräuschmindernde Fahrbahnbeläge im praktischen Einsatz« am 10. November 2015

Für innerstädtische Hauptverkehrstraßen mit dichter Randbebauung und hohem Verkehrsaufkommen steht nur ein begrenztes Portfolio von Maßnahmen zur Reduzierung der teils erheblichen Lärmbetroffenheiten zur Verfügung. Der Einsatz lärmmindernder Fahrbahnbeläge bietet die Möglichkeit, den Lärm bereits an der Quelle effektiv zu mindern, ohne in den fließenden Verkehr eingreifen oder teure Schallschutzmaßnahmen an den Gebäuden umsetzen zu müssen. Während die Entwicklung von Straßenbelägen mit lärmmindernden Eigenschaften sehr dynamisch verläuft, ist deren praktische Anwendung innerorts nur in sehr eingeschränktem Rahmen als Pilotvorhaben möglich. Insbesondere sind solche Bauweisen im straßenbaulichen Regelwerk bislang nicht festgeschrieben.

Durch die kommunale Lärmaktionsplanung ist andererseits die Öffentlichkeit zunehmend sensibilisiert und verlangt nach wirksamen Maßnahmen gegen den Verkehrslärm. Umsetzbare Maßnahmen werden im Rahmen der Lärmaktionsplanung dringend benötigt, immer vehementer wird der Einbau lärmmindernder Beläge gefordert. Dieses Spannungsfeld wurde im Rahmen der LfULG Veranstaltung »Geräuschmindernde Fahrbahnbeläge im praktischen Einsatz« aufgezeigt und Möglichkeiten und Grenzen geräuschmindernder Fahrbahnbeläge, speziell unter innerörtlichen Gegebenheiten, diskutiert.

Die Vorträge der Veranstaltung finden Sie nachstehend zum Download.

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