Hitzebelastung

Der Indikator »Hitzebelastung« gibt die gleitenden 30-jährigen Mittelwerte der Anzahl heißer Tage an.

Das Diagramm zeigt den Verlauf der Anzahl heißer Tage seit dem Zeitraum 1951 – 1980 bis 1996 - 2025 auf.
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Beschreibung

Der Indikator »Hitzebelastung« zeigt den Verlauf der Anzahl heißer Tage seit dem Zeitraum 1951 – 1980 auf. Ein Tag wird als heißer Tag bezeichnet, wenn die Tageshöchsttemperatur mindestens 30,0 °C erreicht. Je mehr heiße Tage es gibt, desto höher steigt die Hitzebelastung für Mensch und Natur, speziell in den Ballungsgebieten. In die Berechnung gehen die Daten der Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes ein. In einem Raster von 1x1 km werden die Tage jeden Jahres aufsummiert, an denen mindestens eine Tageshöchsttemperatur von 30,0 °C gemessen werden konnte. Für einen Zeitraum von 30 Jahren wird daraus anschließend der Durchschnitt berechnet.

Aussage

Erhöhte Temperaturen können negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt haben. Sie stellen eine Belastung für den menschlichen Körper dar, insbesondere für das Kreislaufsystem. Hohe Lufttemperaturen zusammen mit intensiver Sonneinstrahlung fördert die bodennahe Ozonbildung. Dieses bodennahe Ozon reizt die Atemwege und kann bestehende Erkrankungen verstärken oder allergische Reaktionen auslösen. Langandauernde Hitze, vor allem in Kombination mit Trockenheit, führt zu erheblichen Problemen in der Natur und Landwirtschaft. Die Vegetation wird in Stress versetzt, was sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge macht. Die Auswirkungen von Hitze kann auch die Infrastruktur betreffen. Straßenbeläge können sich aufwölben und Gleise sich verformen. Zudem kann die Kühlung von Kraftwerken bei langanhaltender Hitze beeinträchtigt werden. In der Vergangenheit haben bereits Hitzewellen, wie zum Beispiel die von 2003, 2018 und 2019, zu vielen Todesfällen und Schäden an der Infrastruktur geführt.

Bewertung

Seit Beginn der betrachteten Datenreihe hat sich die Anzahl der heißen Tage von ca. 5 Tagen schrittweise auf aktuell 10 Tage verdoppelt. Dies stellt einen besorgniserregenden Trend dar und ist eine wahrscheinliche Folge des Klimawandels. Es zeigt, dass dringend weitere Anstrengungen im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen insbesondere in Ballungsregionen erforderlich sind.

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Navigator Umweltstatus

Diagramm als Symbol

Kontakt

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 21: Grundsatzangelegenheiten

Sebastian Bartel

Telefon: 0351 2612-2106

E-Mail: Sebastian.Bartel@lfulg.sachsen.de

Webseite: http://www.lfulg.sachsen.de

Länderinitiative Kernindikatoren

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Dieser Indikator wird im Rahmen der Länderinitiative Kernindikatoren für weitere Bundesländer erfasst.

Datenaktualität

Letzte Aktualisierung: 21.04.2026

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