Energieproduktivität

Die Energieproduktivität errechnet sich als Quotient aus dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) und dem Primärenergieverbrauch.

Beschreibung

Die Energieproduktivität errechnet sich als Index, weil sich damit die langfristige Entwicklung besser darstellen lässt. Das Bruttoinlandsprodukt misst den Umfang der Produktion von Waren und Dienstleistungen.

Es zeigt, welche monetären Werte im jeweiligen Jahr von allen Wirtschaftsbereichen erzeugt wurden. Der Primärenergieverbrauch berechnet sich aus der Summe aller Primärenergieträger eines Landes, den Bestandsveränderungen und dem Saldo aus Bezügen und Lieferungen. Primärenergieträger sind u. a. Kohle, Erdöl, Wind, Solarenergie und weitere mehr. Konventionelle und erneuerbare Energieträger werden nicht unterschieden.

Die Grafik zeigt die Entwicklung des Indikators Energieproduktivität von 1991 bis 2018.

Aussage

Die Energieproduktivität ist ein deutlicher Zeiger für die effiziente Umwandlung von Primärenergie in Endenergie sowie die effiziente Nutzung von Endenergie zur Erzeugung von Produkten und Dienstleistungen. Je höher der Wert steigt, desto höher ist die wirtschaftliche Leistung, die pro Energieeinheit erzeugt wird.

Die Entwicklung wird von drei wesentlichen Einflussfaktoren gesteuert:

  • Veränderung der Nutzung der vorhandenen Energie durch energieeffiziente Geräte,
  • Veränderung der Verluste bei der Umwandlung und dem Transport der Energie,
  • Veränderung der Wirtschaftsstruktur mit unterschiedlichen Anteilen von energieintensiver Produktion gegenüber Dienstleistungen mit wenig Energieaufwand.

Gemäß dem Energie- und Klimaprogramm Sachsen aus dem Jahr 2012 soll die Energieproduktivität der sächsischen Industrie um durchschnittlich 1,2% pro Jahr und diejenige des Bereiches »Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und sonstige Kleinverbraucher« um durchschnittlich 1,5% pro Jahr verbessert werden.

Bewertung

Die Energieproduktivität durchlief einen steilen Anstieg in den 1990er Jahren gefolgt von einem kurzzeitigen Abfall bis 2001. Der Rückgang im Jahr 2001 ist darauf zurückzuführen, dass neue Kraftwerksblöcke auf der Basis von Braunkohle in Betrieb genommen wurden. Die zusätzlich bereitgestellte Energie wurde in Sachsen nicht BIP-wirksam weiterverwendet, sondern exportiert.

Ab 2002 stieg die Energieproduktivität mit leichten Schwankungen kontinuierlich an und erreichte im Jahr 2018 234 % des Wertes von 1991.

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Navigator Umweltstatus

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 21: Grundsatzangelegenheiten, Öffentlichkeitsarbeit

Sebastian Bartel

Telefon: 0351 2612-2106

E-Mail: Sebastian.Bartel­@smekul.sachsen.de

Webseite: http://www.lfulg.sachsen.de

Länderinitiative Kernindikatoren

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Dieser Indikator wird im Rahmen der Länderinitiative Kernindikatoren für weitere Bundesländer erfasst.

Datenaktualität

Letzte Aktualisierung: 18.07.2021

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