Radon als Heilmittel
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Radon als Heilmittel

Das natürliche radioaktive Edelgas wird auf Grund seiner Wirkung auf den menschlichen Organismus als Kurmittel angewandt.

Dabei kann es über drei Wege zum therapeutischen Nutzen in den menschlichen Körper gebracht werden:
  • über die Haut durch Wannenbäder mit radonhaltigem Wasser,
  • über die Lunge durch Behandlungen im Radonheilstollen,
  • über die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes durch Radontrinkkuren.
Radon wird eine entzündungshemmende, das Immunsystem und die Zellreparaturmechanismen anregende und aktivierende Wirkung hinsichtlich der Bildung körpereigener schmerzlindernder Stoffe zugeschrieben.
Foto: Radonbad

Radonbad (Foto: Kurgesellschaft Schlema mbH)

Radonkuren werden unter ärztlicher Aufsicht zur Reizbehandlung von Leiden wie Morbus Bechterew, chronischen Schmerzzuständen, rheumatischen Erkrankungen, Arthrosen, chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen, Hauterkrankungen, Allergien und neurologischen Erkrankungen angewendet.

Es konnte nachgewiesen werden, dass der Schmerzmittelverbrauch, der mit schädlichen Nebenwirkungen einhergehen kann, nach Radonkuren vermindert werden konnte. Dieser Effekt zeigte sich lang anhaltend über mehrere Monate, obwohl das Radon selbst bereits wenige Stunden nach der Anwendung nicht mehr im Körper nachweisbar ist.

Risiken und Nebenwirkungen

Die besondere biologische Wirkung des Radons beruht auf den außerordentlich energiereichen Alphastrahlen, die bei seinem Zerfall entstehen. Es reichen deshalb schon sehr geringe Strahlendosen aus, um eine Wirkung zu erzielen. Die Dosis bei Radonkuren liegt im Bereich der Jahresdosen durch natürliche Radioaktivität.

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Weiterführende Informationen

  • Radon
    Vorkommen und Eigenschaften