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Geologischer Dienst als Volkseigener Betrieb in der DDR

Eingebunden in einen Prozess der Einführung industriemäßiger Produktion auch bei der Rohstofferkundung der DDR wurde 1961 der Geologische Dienst Sachsen in einen Volkseigenen Betrieb umgewandelt, in den VEB Geologische Erkundung Süd, Freiberg/Sachsen. Die gutachterliche Tätigkeit verlagerte sich auf die in dieser Zeit gegründeten Bezirksstellen für Geologie bei den Räten der Bezirke Dresden, Karl-Marx-Stadt und Leipzig.

Der Schwerpunkt der Arbeiten im Betrieb (ab 1968 Betriebsteil Freiberg des VEB Kombinat Geologische Forschung und Erkundung Halle, ab 1979 VEB Geologische Forschung und Erkundung Freiberg) verblieb nach wie vor bei der Rohstofferkundung mit den dazu gehörigen Forschungsarbeiten auf Erze/Spat, Nickel und Kupfer. Als Energierohstoff rückte die Braunkohle an vorderste Stelle. Auch die Steine/Erden-Erkundung nahm einen bedeutenden Platz ein. 1960 wurde die Abteilung Angewandte Geologie gegründet, deren Arbeitsschwerpunkt in der Hydrogeologie lag. Die ingenieurgeologischen Arbeiten konzentrierten sich auf Fragestellungen des wasserwirtschaftlichen Speicherbaus (»Talsperrengeologie«). Die ebenfalls neu geschaffene Abteilung Bodengeologie befasste sich vor allem mit der bergbaulichen Wiederurbarmachung. 1962 konnten gemeinsam mit den tschechischen Kollegen die grenzüberschreitenden Blätter der Geologischen Karte 1 : 200 000 fertig gestellt werden. Mitte der 60er Jahre begannen dann auch die ersten Auslandstätigkeiten von Kollegen des Betriebes in der ČSSR, in der Mongolei, in Ungarn und im Jemen, später auch in einigen afrikanischen Staaten.

Das Gebäude in der Halsbrücker Straße 31a um 1987.

Das Gebäude in der Halsbrücker Straße 31a um 1987, Quelle: LfULG

Die wissenschaftliche Arbeit wurde ab Ende der 60er Jahre überschattet und behindert durch die sich zuspitzenden Geheimhaltungsbestimmungen für den Rohstoffsektor. Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre konzentrierten sich die Publikationstätigkeiten fast ausschließlich auf Exkursionsführer der Gesellschaft für geologische Wissenschaften. Selbst die »Geologische Übersichtskarte der Bezirke Dresden, Karl-Marx-Stadt, Leipzig« im Maßstab 1 : 400 000 wurde aus übertriebener Geheimhaltung 1968 verzerrt heraus gegeben.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Dr. Harald Walter

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  • TelefaxTelefax: (03731) 294-1099
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