Energiebedingte Kohlendioxidemissionen

Der Indikator zeigt die gesamten Kohlendioxid-Emissionen des Freistaates Sachsen bezogen auf den Primärenergieverbrauch (Quellenbilanz) in einer einwohnerbezogenen Darstellung.

Der Indikator zeigt die Entwicklung der gesamten CO2-Emissionen des Freistaates Sachsen bezogen auf den Primärenergieverbrauch (Quellenbilanz) pro Einwohner von 1990 bis 2023.
© AK Umweltökonomische Gesamtrechnung der Länder

Beschreibung

Der Indikator zeigt die gesamten CO2-Emissionen des Freistaates Sachsen bezogen auf den Primärenergieverbrauch (Quellenbilanz) pro Einwohner. Unberücksichtigt bleiben die mit dem Import von Strom im Zusammenhang stehenden Emissionen. Dagegen werden die Emissionen, die auf die Erzeugung des exportierten Stroms zurückzuführen sind, in vollem Umfang nachgewiesen.

Die Berechnung beruht auf den Energiebilanzen als umfassende und vollständige Darstellung des Energieverbrauchs sowie spezifischen, auf den Heizwert eines Energieträgers bezogenen CO2-Faktoren. Beinhaltet sind dabei ausschließlich die Emissionen der fossilen Energieträger Kohle, Gas, Mineralöl und deren kohlenstoffhaltige Produkte. Eine Temperaturbereinigung erfolgt nicht. Die Emissionen des internationalen Luftverkehrs innerhalb Sachsen werden ebenfalls berücksichtigt.

Aussage

Der Indikator ermöglicht Aussagen über die Gesamtmenge des im Freistaat emittierten Kohlendioxids. Die energiebedingten Kohlendioxidemissionen tragen im weltweiten Maßstab gemessen an den Treibhausgasen mit über 50% den größten Anteil am anthropogenen Treibhauseffekt bei. In Deutschland beträgt der Anteil mit fast 90% sogar noch bedeutend mehr.

Bewertung

Von 1990 bis 1999 fielen die energiebedingten Kohlendioxidemissionen in Sachsen rapide von 19,2 auf 7,9 Tonnen pro Einwohner und Jahr. Nach der Inbetriebnahme neuer Braunkohlekraftwerke zeigen die Emissionen seit 2001 über lange Strecken eine gleichbleibende Entwicklung von etwa 12 Tonnen Kohlendioxid pro Einwohner und Jahr. In 2023 kam es zu einer Reduktion auf 9,5 Tonnen, was sich zu großen Teilen auf die Drossellung der Braunkohlekraftwerke Boxberg und Lippendorf zurückführen lässt.

Um unkalkulierbare Störungen des Klimasystems und damit erhebliche Schäden für Mensch und Ökosysteme zu vermeiden, müssen die Treibhausgasemissionen deutlich gesenkt werden.

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Kontakt

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 21: Grundsatzangelegenheiten

Sebastian Bartel

Telefon: 0351 2612-2106

E-Mail: Sebastian.Bartel@lfulg.sachsen.de

Webseite: http://www.lfulg.sachsen.de

Länderinitiative Kernindikatoren

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Dieser Indikator wird im Rahmen der Länderinitiative Kernindikatoren für weitere Bundesländer erfasst.

Datenaktualität

Letzte Aktualisierung: 17.06.2026

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