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Hochwasserentstehungsgebiete (HWEG)
Die Mittelgebirgslagen sind oftmals von starken Niederschlägen mit kurzfristig extremen Wasserabflüssen betroffen. Durch die Ausweisung von Hochwasserentstehungsgebieten und den damit verbundenen Nutzungsregelungen soll der Wasserrückhalt in der Fläche verbessert werden. In Sachsen wurde die Ausweisung von Hochwasserentstehungsgebieten erstmals gesetzlich festgelegt.
Nachdem in einem ersten Schritt die Hochwasserentstehungsgebiete mittels des Verhältnisses von Niederschlag zu Abfluss (Abflussbereitschaft) identifiziert wurden, wurden diese durch das Expertensystem WBS FLAB untersetzt, so dass die Methode auch kleinräumig anwendbar ist. In das Expertensystem WBS FLAB fließen Informationen über Boden/Geologie, Hangneigung, Landnutzung und Gewässernetz ein. Durch Überlagerung dieser Informationen werden Flächen mit gleichen Abflussverhalten bestimmt.
Grafik: WBS FLAB - Schema
Die folgende Ergebniskarte zeigt das identifizierte Hochwasserentstehungsgebiet Altenberg/Geising mit Unterteilung des betrachteten Gebietes in Flächen mit gleichen Abflussverhalten. In Hochwasserentstehungsgebieten dominieren die schnellen Abflusskomponenten wie Oberflächenabfluss (schwarz, grau, grün gekennzeichnet), Sättigungsflächenabfluss (blau) und schneller Zwischenabfluss (gelb).
Karte: WBS FLAB - Ergebniskarte des Hochwasserentstehungsgebietes Altenberg/Geising
Neben den Bodeneigenschaften spielt der Niederschlag eine große Rolle, daher müssen die identifizierten Flächen außerdem in einem Gebiet liegen, in dem es überdurchschnittlich häufig, d.h. mindestens dreimal innerhalb von 10 Jahren, zu hochwasserauslösenden Niederschlägen (Tagesniederschläge = 50 mm) kommt.
Karte: Räumliche Verteilung der jährlichen Häufigkeiten von Tagesniederschlägen >= 50 mm in Sachsen