Fledermausmarkierung
Fledermausmarkierungszentrale
Die Fledermausmarkierungszentrale beim Sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie (LfUG) organisiert:
- die Ausarbeitung eines wissenschaftlichen Arbeitsprogrammes
- die fachliche Anleitung der Beringer
- die Bereitstellung von Kennzeichen für die Markierung von Fledermäusen
- die zentrale Dokumentation von Beringungs- und Wiederfunddaten
- den Datenaustausch zwischen Beringern und Findern
- die zentrale Auswertung von Beringungsergebnissen
Basis für die länderübergreifende Arbeit der Zentrale sind bilaterale Vereinbarungen mit den Naturschutzfachbehörden der beteiligten Länder.
Jeder Wiederfund einer markierten Fledermaus ist ein wertvoller Baustein. Ist auf dem Ring ILN Dresden, SMU Dresden oder FMZ Dresden als Kennung eingraviert, haben Sie ein Tier der Markierungszentrale gefunden. Bitte melden Sie solche Funde unter Angabe der Umstände an!In Ostdeutschland zur Fledermausmarkierung verwendete Armklammern
| Markierungszentrale | Kennung | Ringserien | Einsatzzeit |
|---|---|---|---|
| Zoologisches Museum der Universität Berlin (heute Humboldt-Universität) | Zool. Mus. Berlin | A | 1934-1945? |
| Vogelwarte Radolfzell | Vogelwarte Radolfzell | X;Z | 1952-1961 |
| Museum Alexander Koenig Bonn | Mus. Koenig Bonn Mus. Bonn |
X Z |
1961-1964 |
| Institut für Landschaftsforschung und Naturschutz, AG Dresden | ILN Dresden | X; O; Z | 1965-1993 |
| Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie Dresden |
SMU Dresden FMZ Dresden |
A; B; C A; B; C; O |
1993-1999 1999-jetzt |
Dokumentation von Beringungs- und Wiederfunddaten
Alle Wiederfunde (ca. 95.000) einschließlich der dazugehörigen Beringungen werden in einer ACCESS-Datenbank gespeichert. Die Tiere, die dabei ihren Ort verändert haben (ca 3.000), werden ferner in ein ARCVIEW-GIS eingespielt.
Die obige Karteikarte zeigt den einzigen Fall im Bearbeitungsgebiet der Markierungszentrale, bei dem einer Fledermaus eine Ostseeüberquerung nachgewiesen werden kann.
