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Schutzgut: Flora/Fauna

Sachsens Landschaften sind vielfältig und abwechslungsreich. Sie bieten Lebensraum für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten.
Der Mensch beansprucht allerdings Natur und Landschaft intensiv. Dadurch kam und kommt es zu deutlichen Veränderungen der Lebensbedingungen sowie der Bestände heimischer Arten. Die »Roten Listen« dokumentieren deren aktuelle Gefährdung und sind eine Grundlage für die naturschutzfachliche Arbeit.

Rund die Hälfte der Farn- und Samenpflanzen sind in Sachsen gefährdet. Für einen Großteil der vom Aussterben bedrohten Pflanzenarten verschlechtert sich die Situation stetig.
Ähnlich sieht es bei den Tierarten aus. Bei Rundmäulern und Fischen gelten über ein Achtel des Artenbestandes bereits als ausgestorben. Bei Amphibien sind es 11,5 Prozent, bei Brutvögeln 7 Prozent und bei Säugetieren 13 Prozent. Der Anteil der gefährdeten Arten liegt weitaus höher.
Rund 60 Prozent der in Sachsen vorkommenden Biotoptypen – der Lebensräume wildlebender Pflanzen und Tiere – sind als gefährdet eingestuft.

Die Ursachen sind vielfältig. Vor allem direkte Zerstörungen, mechanische und stoffliche Beeinträchtigungen sowie die fortschreitende Verinselung und Zerschneidung der Lebensräume durch neue Erschließungen und Bauvorhaben tragen zu dieser Situation bei. Das flächendeckende Verändern durch land- und forstwirtschaftliche Nutzung und in deren Gefolge die Veränderungen am Wasserhaushalt, teilweise Monokulturen oder erhebliche  Stoffeinträge durch Düngung fördern Rückgang und Aussterben von Arten.

Die Großschutzgebiete Nationalpark »Sächsische Schweiz« und das Biosphärenreservat »Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft« schützen großflächig wichtige Lebensräume. Daneben existieren 214 Naturschutzgebiete und 175 Landschaftsschutzgebiete.
Besonders bedeutsam sind die auf europäischer Ebene vorgeschlagenen bzw. bestehenden NATURA 2000-Gebiete mit gegenwärtig insgesamt zwanzig Vogelschutzgebieten und 270 FFH-Gebieten, die 96 Prozent der Naturschutzgebiete beinhalten.

Zur nachhaltigen Sicherung der Lebensräume und Lebensgemeinschaften der heimischen Tier- und Pflanzenarten wurde ein Biotopverbundsystem erarbeitet, das aus Kern- und Verbindungsflächen sowie Verbindungselementen besteht.

Spezielle Artenschutzprogramme tragen auf Landesebene zum Schutz ausgewählter Tier- und Pflanzenarten bei (Fischotter, Weißstorch und Flussperlmuschel). Regionale Artenschutzprojekte zu bestimmten gefährdeten Schwerpunktvorkommen von Flora und Fauna ergänzen die Schutzbemühungen.

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Bild: Illustration für Schutzgut Flora und Fauna

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