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Wirkung: Verkehr – Luft

Technische Entwicklungen in den vergangenen Jahren (wie Katalysatorentechnik oder Motoren mit verringertem Kraftstoffverbrauch) sowie die Außerbetriebnahme der meisten Motoren mit 2-Takt-Ottomotor verminderten die Belastung der Luft deutlich. Trotzdem ist der Verkehr weiterhin einer der Hauptverursacher für viele Schadstoffe wie Stickoxide (NOX), Kohlenmonoxid (CO), flüchtige organische Verbindungen außer Methan (NMVOC) und Staub. So liegt der Anteil des Verkehrs an der jeweiligen Gesamtemission zwischen einem Viertel bei Staub und drei Vierteln bei Kohlenmonoxid. Allein auf den Straßenverkehr sind über 90 % der verkehrsbedingten Emissionen zurückzuführen. Die absoluten Emissionen der genannten Schadstoffe (mit Ausnahme der Staubemission) haben allerdings seit 1990 deutlich abgenommen. Deutlich verringert haben sich auch die Jahresmittelwerte der Benzol-Konzentration.

Für die Ozon-Konzentration im Freistaat gibt es noch keine Entwarnung. Sie ist weiterhin hoch. Ozon entsteht unter Sonneneinstrahlung sekundär aus Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen. Diese entstehen vorrangig aus Kfz-Abgasen. Die von der EU vorgeschlagenen Zielwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Vegetation werden an zahlreichen  Messstellen überschritten.

Besonders aufmerksam werden die zunehmenden Emissionswerte von Feinstäuben verfolgt. Die Stäube mit Korngrößen kleiner als 10 Mikrometern - so genannte PM10-Partikel - entstehen durch das unvollständige Verbrennen sowie durch Abrieb von Reifen, Straßenbelag und Bremsen sowie durch die Bildung aus gasförmigen Luftschadstoffen. Je feiner die Teilchen, desto tiefer können sie in den menschlichen Körper eindringen und dort Krankheiten auslösen. Mit der 2008 verabschiedeten EU-Richtlinie zur Luftqualität rücken auch noch kleinere Partikel (kleiner als 2,5 µm) in den Blickpunkt.

In den Ballungsgebieten Sachsens traten in den letzten Jahren an verschiedenen Messstellen mehr als die zulässigen Überschreitungen des PM10-Grenzwertes für das Tagesmittel auf. Es sind allerdings auch erhebliche Schwankungen zu beobachten, die auf unterschiedliche meteorologische Verhältnisse zurückzuführen sind.

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