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Umwelt

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Wirkung: Land-/Forstwirtschaft – Flora/Fauna

Landwirtschaft

Zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung und der Wettbewerbsfähigkeit wurde über viele Jahre hinweg die landwirtschaftliche Produktion intensiviert. Enge Fruchtfolgen, intensive Bodenbearbeitung, Düngung, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Grundwasserabsenkung, Umwandlung und Entwässerung von Grünland sowie die Beseitigung von Flurelementen trugen zur Beeinträchtigung von Flora, Fauna und Lebensräumen und zu deutlichen Rückgängen bis hin zum Aussterben von Pflanzen- und Tierarten bei.

Weitere Ursachen für den Artenrückgang sind die Verinselung verbliebener Lebensräume innerhalb intensiv genutzter Agrarlandschaften und die Verdrängung standorttypischer Pflanzen- und Tierarten durch konkurrenzkräftige Arten. Heute vielfach noch unerforschte Auswirkungen auf die Biodiversität könnten künftig aus dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen sowie aus dem immer stärkeren Anbau nachwachsender Rohstoffe herrühren.

Geeignete Maßnahmen, negativen Auswirkungen auf Flora und Fauna entgegen zu wirken, sind z. B. die Rückwidmung von Acker- in Grünlandnutzung auf geeigneten Standorten. Auch die Erhöhung der Fruchtartenvielfalt in den Fruchtfolgen und die Beachtung von extensiv genutzten Pufferzonen (Ackerrandstreifen) sind wirkungsvolle Maßnahmen. Hinzuweisen ist auch auf die Möglichkeiten des Programms „Umweltgerechte Landwirtschaft“, des Öko-Landbaus, des Vertragsnaturschutzes und spezieller Artenschutzmaßnahmen u. –programme.

Forstwirtschaft

Wald gehört zu den wichtigen Naturressourcen Sachsens und erfüllt eine Vielzahl von Nutz- Schutz- und Erholungsfunktionen gleichzeitig. Beeinträchtigungen Wald bewohnender Pflanzen- und Tierarten bis hin zum direkten Lebensraumverlust können durch forstliche Arbeiten selbst erfolgen, sind aber in der Regel vor allem eine Folge des großflächigen Anbaus von Nadelbaumreinbeständen auf Misch- und Laubwaldstandorten sowie von nichtheimischen Baumarten. Auch durch undifferenzierte Kompensationskalkung können Habitatbereiche seltener und gefährdeter Arten sowie gefährdete und geschützte Lebensräume mit Bindung an arme, saure Extremstandorte betroffen sein. Standortsveränderungen vor allem in Folge von Meliorationsmaßnahmen haben zur weit reichenden Beseitigung von offenen Lebensräumen im Wald (vor allem von Moor-, Sumpf-, Trockenrasen- und Binnendünenstandorten) geführt.

Geeignete Maßnahmen, dem entgegen zu wirken, bietet eine naturnahe Waldwirtschaft. Seit Anfang der 1990er Jahre werden dahingehend erhebliche Anstrengungen unternommen. Orientierung an der naturnahen Waldvegetation, Vermeidung von größeren Kahlschlägen, Belassen von Alt- und Totholz im Wald, Einsatz bodenschonender Technik, Verzicht auf großflächige PSM-Anwendung und naturschonender Waldwegebau tragen zum Erhalt Wald bewohnender Pflanzen- und Tierarten bei. Auch durch die Vermeidung von Kalkungen im Umfeld gefährdeter und geschützter Arten und Biotope im Wald sowie durch die Sicherung gefährdeter und geschützter offener Biotope im Wald können Lebensräume erhalten werden.

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