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Stickstoff-Bilanz

Beschreibung des Indikators

Der Indikator beschreibt den Stickstoffüberschuss auf landwirtschaftlich genutzter Fläche und berechnet sich aus der Differenz zwischen Stickstoff-Zufuhr und Stickstoff-Abfuhr mit den Ernteprodukten. Nicht berücksichtigt sind atmosphärische Stickstoffeinträge und Denitrifikationsverluste (Abgabe von umgewandelten Stickoxiden oder Stickstoff aus dem Boden). Berechnungsmethode entsprechend der Düngeverordnung: Gasförmige Stickstoffverluste im Stallbereich und beim Ausbringen von Wirtschaftsdüngern wurden mit 30% angerechnet.

Diagramm: Stickstoff-Bilanz in Sachsen in den Jahren 1990 bis 20012

Diagramm: Stickstoff-Bilanz in Sachsen in den Jahren 1990 bis 2012 (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Referat 71 Pflanzenbau, Nachwachsende Rohstoffe, Berechnungsgrundlage Statistisches Landesamt)

Jahr 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997
Stickstoff (in kg/ha) 47,0 10,3 20,4 -9,0 -8,3 28,4 12,4 0,1
Jahr 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005
Stickstoff (in kg/ha) 16,9 21,7 26,6 14,7 34,6 58,6 6,0 27,2
Jahr 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012
Stickstoff (in kg/ha) 32,4 19,2 14,0 -12,2 - 0,3 4,8 -4,6
Tabelle: Stickstoff-Bilanz in Sachsen in den Jahren 1990 bis 2012 [kg/ha]

Aussage des Indikators

Ein wichtiger Gradmesser für die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft insgesamt ist der Stickstoffüberschuss. Stickstoff wird in der Landwirtschaft als Dünger eingesetzt und kann - soweit er nicht von den Nutzpflanzen aufgenommen wird - auf verschiedenen Wegen (Luft, Boden, Wasser) in die Umwelt gelangen. Dort kann der zusätzliche Stickstoffeintrag weit reichende Auswirkungen haben, wie Versauerung, Eutrophierung, Nitratbelastung des Grundwassers, Belastung der Oberflächengewässer und Meere oder Beeinträchtigung der biologischen Vielfalt.

Bewertung für Sachsen

Seit 1960 stieg der Stickstoffbilanzüberschuss bis in die 70er und 80er Jahre stark an und erreichte ein hohes Niveau. Nach 1990 ist ein deutlicher Rückgang nachzuweisen, der vor allem auf den Abbau der Tierbestände und einen umweltgerechten Düngereinsatz zurückzuführen ist. Die Höhe der N-Salden werden vom jeweiligen Ertragsniveau beeinflusst. In Jahren mit hohen Erträgen wird der gedüngte Stickstoff gut verwertet. Der beachtliche Anstieg des N-Saldos 2003 wurde durch die witterungsbedingten Mindererträge verursacht.

Anwendungsempfehlungen

Der Indikator wird im Umweltstatus Sachsen verwendet.

Marginalspalte

Bild: Illustration für Umweltindikator

Umweltindikatoren von A bis Z

A–E | F–M | N–S | T–Z

Navigator Umweltstatus

Trendbewertung

Bewertung

Tendenz: uneinheitlich

Datenaktualität

letzte Aktualisierung: 19.07.2013

verfügbare Wertebasis:               1 Jahr zurückliegend

 

Indikator-Anwendung

Dieser Indikator wird angewendet bei der Bewertung von:

Schutzgut

Nutzer

weiterführende Informationen

Fachauskunft

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Abteilung 7, Referat 71 Pflanzenbau, Nachwachsende Rohstoffe

Dr. habil. Erhard Albert

  • TelefonTelefon: 0341 9174 182
  • E-MailE-Mail
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