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Umwelt

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Feinstaub-Belastung

Beschreibung des Indikators

Angegeben wird die Anzahl der Verkehrsstationen, an denen der Tagesgrenzwert der PM10-Konzentration überschritten wird. Eine Überschreitung liegt vor, wenn an einer Station an mehr als 35 Tagen im Kalenderjahr der PM10-Tagesmittelwert größer als 50 µg/m³ ist (§ 4 39. BImSchV).

Grafik: Anzahl der Stationen mit Überschreitungen des  PM10-Grenzwertes 2005 bis 2017 (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Diagramm: Anzahl der Stationen mit Überschreitungen des  PM10-Grenzwertes 2005 bis 2017 (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Aussage des Indikators

PM10 (Feinstaub mit Partikelgrößen unter 10 µm) entsteht hauptsächlich bei thermischen Prozessen (Kraftwerke, Industrie, Straßenverkehr, Raumheizung). Im innerstädtischen Bereich trägt der Straßenverkehr erheblich zur Feinstaubbelastung bei. Hierbei verursachen sowohl die direkten Emissionen aus den Motoren – vorrangig Dieselmotoren - als auch der Reifenabrieb und der aufgewirbelte Straßenstaub die Feinstaubbelastung. Eine weitere Staubquelle ist die Bildung sekundärer Partikel durch chemische Reaktionen gasförmiger Schadstoffe in der Atmosphäre. Quelle dieser sekundären Partikel können u. a. Emissionen aus der Landwirtschaft wie z.B. Ammoniak aus der Tierhaltung sein. 

Zur Feinstaubbelastung tragen zum einen lokale Emissionen bei, zum anderen haben auch regionale und überregionale Ferneinträge einen großen Einfluss. Einträge durch natürliche Quellen (z. B. Saharastaub, Seesalz) spielen mit Bezug auf den Jahresmittelwert aber eine untergeordnete Rolle.

Eingeatmeter Feinstaub hat schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Möglich sind Atemwegserkrankungen und die Beeinträchtigung von Herz und Kreislauf.

Bewertung für Sachsen

Die Anzahl der Überschreitungstage der PM10-Konzentration von 50 µg/m³ variiert von Jahr zu Jahr erheblich. Ursache sind wechselnde meteorologische Bedingungen. Aufgrund von Grenzwertüberschreitungen in den vergangenen Jahren wurden für die Städte Leipzig, Dresden, Chemnitz, Görlitz und Plauen Luftreinhalte- bzw.  -Aktionspläne aufgestellt, in denen mittel- und langfristige Maßnahmen zur Reduzierung der Schadstoffbelastung ausgewiesen sind.

Seit dem Jahr 2015 gab es keine Grenzwertüberschreitungen.

Anwendungsempfehlungen

Der Indikator wird verwendet als Indikator im Umweltstatus Sachsen.

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Bild: Illustration für Umweltindikator

Umweltindikatoren von A bis Z

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Navigator Umweltstatus

Trendbewertung

Bewertung

fallend

Datenaktualität

letzte Aktualisierung: 19.06.2018

verfügbare Wertebasis: bis 2017

Indikator-Anwendung

Dieser Indikator wird angewendet bei der Bewertung von:

Schutzgut

Nutzer

Weiterführende Informationen

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