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Umwelt

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Abwassereinleitung

Beschreibung des Indikators

Der Indikator beschreibt die Ablauffrachten sächsischer kommunaler Kläranlagen für die Parameter Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB), Stickstoff (Nges) und Phosphor (Pges) in t/d. Die Berechnung erfolgt auf der Grundlage der eingeleiteten Jahresabwasserwassermengen und der im Rahmen der behördlichen Einleiterüberwachung und der Eigenkontrolle ermittelten Analysenergebnisse.

Grafik: Abwassereinleitung in Sachsen in den Jahren 1997 bis 2015

Grafik: Abwassereinleitung in Sachsen in den Jahren 1997 bis 2015
(Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Aussage des Indikators

Der CSB ist ein Summenparameter für alle im Abwasser enthaltenen Stoffe, einschließlich der schwer abbaubaren. Bei der Bestimmung des CSB-Wertes wird die Menge an Sauerstoff ermittelt, die zur chemischen Oxidation der Stoffe benötigt wird. Phosphor und Stickstoff sind Pflanzennährstoffe, die bei einem Überangebot eine Eutrophierung der Gewässer begünstigen.

Abwassereinleitungen unterliegen der wasserrechtlichen Erlaubnispflicht. Im Erlaubnisbescheid werden die Anforderungen an die Abwasserreinigung mindestens nach dem Stand der Technik festgelegt. Die Parameter CSB, Nanorg.ges. und Pges. dienen der Berechnung und der Kontrolle der Reinigungsleistung einer Kläranlage.

Bewertung für Sachsen

Die Entwicklung der Werte für die Parameter CSB, Nges und Pges zeigt bis Mitte des vergangenen Jahrzehnts einen kontinuierlichen Rückgang. Durch den nahezu vollständigen Ausbau mit biologischer Abwasserbehandlung und die Ausstattung großer Kläranlagen mit dritter Reinigungsstufe (Nährstoffeliminierung) konnte die Gewässerbelastung durch kommunale Kläranlagen systematisch verringert werden.
 
Der Anschlussgrad der sächsischen Bevölkerung an öffentliche Kläranlagen hat sich von 1990 bis 2016 von rund 56 % auf etwa 89 % erhöht. Für rund 9 % der Bevölkerung werden insbesondere im ländlichen Raum Kleinkläranlagen und abflusslose Sammelgruben dauerhaft Bestandteil der kommunalen Abwasserbeseitigung sein. Insgesamt wird das Abwasser von ca. 96 % der Bevölkerung - zentral oder dezentral - nach dem Stand der Technik, d. h. zumindest biologisch behandelt.

Die Niederschlagswasserabflüsse sind durch weitgehende Versickerung, Verminderung des Anteils befestigter Flächen und dezentrale Bewirtschaftung zu minimieren. In Kanalisationen mit gemeinsamer Ableitung von Schmutz- und Niederschlagswasser (Mischkanalisation) sind Regenentlastungen nach dem Stand der Technik zu begrenzen.

Marginalspalte

Bild: Illustration für Umweltindikator

Umweltindikatoren von A bis Z

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Navigator Umweltstatus

Trendbewertung

Trendbewertung

Tendenz: stagnierend

Datenaktualität

letzte Aktualisierung: 16.07.2018

verfügbare Wertebasis: 3 Jahre zurückliegend

Indikator-Anwendung

Dieser Indikator wird angewendet bei der Bewertung von:

Schutzgut

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