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Mobilfunktelefone

Man liest immer von der Wärmewirkung der Funktelefone. Was ist das?

Die elektromagnetischen Felder mit hoher Frequenz, die im Mobilfunk genutzt werden, sind bei ausreichender Intensität in der Lage, im Körper Wärme zu erzeugen, was auch »thermischer Effekt« genannt wird. Bei Einhaltung der gegenwärtigen Grenzwerte ist jedoch ausgeschlossen, dass ein schädigender Effekt entsteht.

Die im Körper durch die elektromagnetischen Felder mit hoher Frequenz erzeugte Wärme hängt davon ab, wie viel Energie der Körper aus dem Feld aufnimmt. Grundsätzlich soll durch das einwirkende Feld keine Temperaturerhöhung des Körpers hervorgerufen werden, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Deshalb hat man die so genannte spezifische Absorptionsrate (SAR) festgelegt, die in Watt/Kilogramm (W/kg) Körpergewicht angegeben wird. Für den Körper als Ganzes ist eine SAR von 0,08 W/kg Körpergewicht als Grenzwert festgelegt. Es wurden auch so genannte Teilkörpergrenzwerte für bestimmte Körperteile definiert. Für den Kopf wurde so zum Beispiel ein Grenzwert von max. 2 W/kg (gemittelt über 10 g Gewebemasse) festgelegt. Dieser Wert ist auch der Grenzwert, der durch Absorption der elektromagnetischen Felder, die vom Funktelefon am Kopf abgestrahlt werden, nicht überschritten werden darf. Bei Einhaltung dieser Grenzwerte ist sichergestellt, dass keine Erwärmung des Körpers oder von Körperteilen über 0,5 °C stattfindet.

Ein Gesundheitsrisiko durch Wärme ist nicht zu befürchten. Unter http://www.handywerte.de/ kann man Informationen erhalten, in welchem Bereich das eigene Funktelefon in Bezug auf den Grenzwert liegt. Bei der Nutzung des Funktelefons erwärmt sich jedoch auch der Akkumulator. Diese Erwärmung darf nicht mit dem thermischen Effekt elektromagnetischer Felder im Hochfrequenzbereich verwechselt werden.

In Bezug auf die Gesundheitsgefährdung durch Funktelefone: Was ist Wissen, was ist Vermutung?

Gut erforscht sind die thermischen Wirkungen, das heißt ob das Funktelefon die Körpergewebe erwärmen kann. Noch ungeklärt ist, ob es andere, so genannte athermische Wirkungen unterhalb der Grenzwerte gibt. Von Mobilfunkkritikern wird vorgetragen, dass die körpereigenen Magnetfelder und elektrischen Signale beeinflusst würden. Daran wird noch geforscht. Von »Wissen« sprechen die Experten erst dann, wenn die Forschungsergebnisse der zuständigen Gremien als gesichert gewertet werden. Ein Kriterium für gesichertes Wissen ist vor allem die Wiederholbarkeit von Experimenten und ihrer Ergebnisse. Wiederholbarkeit ist deshalb so wichtig, weil auch in wissenschaftlichen Experimenten Ergebnisse variieren und Effekte deshalb auch ganz zufällig auftreten. Nur durch Wiederholung lassen sich tatsächliche Effekte von zufälligen Abweichungen unterscheiden. Auf dieser Grundlage sind die in der 26. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) festgelegten Grenzwerte entstanden.

Gibt es gefährliche oder weniger gefährliche Funktelefone?

Nein. Aber es gibt mehr oder weniger strahlende Funktelefone. Grundsätzlich gilt, dass ein Telefon umso belastungsärmer ist, je niedriger sein SAR-Wert (spezifische Absorptionsrate) ist, der die mögliche Erwärmung von Körpergewebe anzeigt. Tests haben jedoch gezeigt, dass auch Telefone mit höherem SAR-Wert im Alltag eine niedrigere Belastung haben können, wenn sie auf Grund besserer Sende- und Empfangseigenschaften schneller eine Verbindung zu einer Mobilfunkbasisstation herstellen können und dadurch ihre eigene Sendeleistung stärker herunterfahren können. SAR-Werte für Funktelefone findet man zum Beispiel im Internet unter http://www.handywerte.de/.

Sind Kinder und Kranke durch elektromagnetische Felder der Mobiltelefone besonders gefährdet?

Nein, es gelten auch hier die Grenzwerte nach der 26. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV), die sicherstellen, dass eine Erwärmung des Gewebes durch elektromagnetische Felder nicht erfolgt.

Ist die Benutzung des Mobiltelefons in geschlossenen Räumen oder im PKW besonders gefährlich?

Grundsätzlich gibt es bezüglich der Wirkungen der elektromagnetischen Felder in geschlossenen Räumen und im Freien keine Unterschiede. Beim Führen von Fahrzeugen ist die Benutzung des Mobiltelefons allerdings untersagt, da durch die Bedienung des Mobilfunktelefons die nötige Aufmerksamkeit für den Verkehr gemindert wird. Es sind deshalb für die Benutzung des Mobiltelefons durch den Fahrer von Fahrzeugen so genannte Freisprecheinrichtungen vorgeschrieben.

Können Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit des Menschen durch die Einwirkung von elektromagnetischen Feldern der Mobiltelefone beeinflusst werden?

Nein, es liegen hierfür keine wissenschaftlich gesicherten Beweise vor.

Wenn UMTS eine solch starke Sendeleistung hat, kommt da etwas Gefährliches auf uns zu?

Nein, UMTS ist dem bisherigen GSM-Übertragungsverfahren prinzipiell vergleichbar. Die UMTS-Sendeanlagen haben allerdings eine 200-fach schnellere Datenübertragung als das bisherige System. Für eine Übergangszeit wird allerdings zwangsläufig die Strahlenbelastung ansteigen, da erst einmal sowohl das zukünftige UMTS-Verfahren als auch das jetzige GSM-Verfahren nebeneinander betrieben werden. Das heißt, die neuen UMTS-Sendeanlagen werden aufgebaut, während die bisherigen Sendeanlagen nicht sofort abgebaut werden. Nach Ablösung der bisherigen Verfahren ist mit einer geringeren Strahlenbelastung durch Mobilfunkbasisstationen zu rechnen. Ungeachtet der Übertragungsverfahren gelten für die Feldstärken der ortsfesten GSM- und UMTS-Sendeanlagen die Grenzwerte der 26. Bundes-Immissionsschutzverordnung (Verordnung über elektromagnetische Felder – 26. BImSchV).