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Datenbasis

Zu den hydrologischen Daten gehören Durchflussdaten des Pegelmessnetzes, Bewirtschaftungsdaten wie Entnahme- und Einleitemengen des Oberflächen- und Grundwassers und die Grundwasserstände an den Grundwassermessstellen.

 Im Einzugsgebiet der Lausitzer Neiße werden an 20 deutschen, von denen fünf auf brandenburgischem Territorium liegen, und 11 polnischen Pegeln Abflussdaten erhoben. Im sächsisch-polnischen Projektgebiet befinden sich 15 Pegel von denen aufgrund der Datenverfügbarkeit 12 für Untersuchungen und fundierte Analysen des Abflussregimes herangezogen werden können. Aus dem polnischen Messnetz können die Daten von 9 der insgesamt 11 Pegel im Einzugsgebiet der Lausitzer Neiße in die Auswertung mit einbezogen werden. Einige Pegel an der Lausitzer Neiße messen auf deutscher und polnischer Seite den Durchfluss an nahezu demselben Flusskilometer. Diese Messwerte werden in der Grenzgewässerkommission abgestimmt. In folgender Abbildung ist die Lage der Pegel schematisch dargestellt.

Pegelschema Lausitzer Neiße (dunkelgrün-sächsische Pegel, rot-polnische Pegel, hellgrün-brandenburgische Pegel)

In der folgenden Tabelle sind für ausgewählte Pegel entlang der Lausitzer Neiße die Hauptwerte mittlerer Abfluss, mittlerer niedrigster und höchster Abfluss für die deutschen und polnischen Pegel und die Flächen des dazugehörigen Einzugsgebiets angegeben. Die Reihenlänge der Durchflussdaten ist für die Pegel unterschiedlich. Die meisten liegen für den zu betrachtenden Zeitraum 1971 bis 2010 in täglicher Auflösung vor.

 

Die folgende Karte des Untersuchungsgebietes gibt einen Überblick zur Lage aller Pegel innerhalb des Modellgebietes.

Pegel und Einzugsgebiete des Projektegebietes

Da das Einzugsgebiet der Lausitzer Neiße stark durch Tagebaue und Wasserbewirtschaftungen beeinflusst ist, werden für eine möglichst genaue Modellierung des Wasserhaushalts zahlreiche zusätzliche Informationen und Daten zur Gewässerbewirtschaftung benötigt. In Abbildung 3 sind die durch Bewirtschaftung von Oberflächengewässer beeinflussten Fließgewässerabschnitte sowie Grundwasserentnahmestellen abgebildet, die im Modell berücksichtigt wurden.

Bewirtschaftung des Oberflächen- und Grundwassers im Einzugsgebiet

Zur Identifizierung langfristiger Abflusstrends werden möglichst lange, lückenlose und fehlerfreie Reihen gemessener hydrologischer Daten benötigt, welche plausibel und homogen sind. Für die Plausibilitätsprüfung der Abflusszeitreihen dienen unter anderem Messreihen der Klimaelemente Niederschlag und Temperatur der zugehörigen Pegeleinzugsgebiete. Die Homogenität einer Reihe kann sowohl optisch als auch mittels statistischer Verfahren überprüft werden. Eine Abweichung vom Langzeitverhalten der Zeitreihe zeigt eine Inhomogenität an, welche mittels statistischer Testverfahren verifiziert werden muss. Wird damit eine inhomogene Zeitreihe nachgewiesen, werden Verfahren zur Homogenisierung angewendet. Als Referenzzeitraum wurde 1971 bis 2000 herangezogen.
Für die Analyse der Abflussentwicklung in der Vergangenheit und zur Identifizierung signifikanter Trends im Abflussgeschehen der Pegeleinzugsgebiete wurden gemessene Abflussdaten von 1971 bis 2010 analysiert. Nicht an allen Pegeln im Modellgebiet sind Abflussdaten für den Gesamtzeitraum verfügbar. Fehlwerte und größere Datenlücken können bei ausreichender Güte mit Hilfe von Regressionsbeziehungen benachbarter Pegel geschlossen werden.

Folgende Schritte wurden bei der Erstellung einer konsistenten und homogenen Datenbasis durchgeführt:

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 44: Oberflächenwasser, Wasserrahmenrichtlinie

Karin Kuhn

Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft Wroclaw

Mariusz Adynkiewicz-Piragas