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Mögliche ­Auenprojektgebiete

Das Sächsische Auenprogramm dient dem Ziel, fachpolitische und gesetzliche Anforderungen zum Hochwasserrisikomanagement, zum Natur- und Gewässerschutz, aber auch zum Klimaschutz zu erfüllen.

Die Umsetzung von Auenprojekten soll im Konsens mit den Regionen und hier insbesondere mit den Eigentümern und Nutzern von Flächen in natürlichen Überschwemmungsgebieten geschehen. Die regionalen Akteure sollen so früh wie möglich einbezogen werden.

Aus den Fachgrundlagen wurde eine erste Kulisse von Potenzialgebieten für mögliche Projekte zur Revitalisierung von Auen an den größeren sächsischen Fließgewässern erstellt.

Die Auswahl der naturschutzfachlich prioritären Gebiete hinsichtlich des Erhalts oder der Entwicklung von Auen erfolgte durch das LfULG. Weiterhin wurden Gewässerabschnitte berücksichtigt, bei denen Varianten im Rahmen der Hochwasserschutzkonzepte betrachtet wurden, die eine Widerherstellung natürlicher Überschwemmungsbereiche beinhalten. Für die Auswahl entscheidend war, dass eine Auenentwicklung aus wasserwirtschaftlicher Sicht realisierbar erscheint. Eine abschließende Bewertung der einzelnen Potenzialgebiete kann erst durch detailliertere Untersuchungen und Planungen erfolgen.

Die Projektübersicht zum Auenprogramm enthält derzeit insgesamt 33 Potenzialgebiete und 9 naturschutzfachlich prioritäre Gebiete für den Erhalt und die Entwicklung von naturnahen Auen.

Karte der Potenzialgebiete für mögliche Projekte zur Revitalisierung von Auen in Sachsen © LfULG

Diese Zusammenstellung ist nicht abschließend, sondern wird fortgeschrieben. Weitere Projekte können nach fachlicher Prüfung in die Kulisse aufgenommen werden.

In Sachsen besteht insbesondere im Tief- und Hügelland das Potenzial, Hochwasservorsorge und Auenrevitalisierung bzw. -entwicklung stärker miteinander zu verbinden. Maßgabe zur Umsetzung des Sächsischen Auenprogramms muss ein kooperativer Ansatz sein, der von Beginn an alle Betroffenen wie z. B. Gemeinden, Flächeneigentümer und Landnutzer, Verbände und Behörden in die Projektentwicklung und -umsetzung einbezieht.

Synergien von Boden- und Hochwasserschutz mit Gewässerentwicklung © LfULG
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