Hochwasserlehrpfad Dresden
Der in der Landeshauptstadt Dresden entstandene Hochwasserlehrpfad wurde im Auftrag des Sächsischen Landesamtes für Umwelt und Geologie / Landeshochwasserzentrum entwickelt und im Rahmen des INTERREG III B Projektes MOSES von der Europäischen Union gefördert.
Der Hochwasserlehrpfad Dresden ist Bestandteil der Hochwasservorsorge. Mit diesem Medium der Umweltbildung soll eine »Sensibilisierung für Umweltkrisen« erreicht werden. Es gilt nicht nur die Erinnerung an vergangene Ereignisse zu bewahren. Die Besucher sollen auch zu einem kontinuierlichen Engagement für Vorsorge veranlasst werden. Sie müssen sich der spezifischen Hochwassergefahren bewusst sein, denn absoluten Schutz vor Hochwasser wird es auch in Zukunft nicht geben.
Informationen zum Hochwasser an 8 Standorten
Informiert wird an 8 Standorten über zentrale Aspekte der Hochwasserproblematik anhand von Beispielen aus Dresden. Neben der Entstehung von Hochwasser wird auch dessen Wandel vom Naturereignis zur Naturkatastrophe im Zusammenhang mit der Siedlungsentwicklung veranschaulicht. Weiterhin werden die Bemühungen, die Elbwiesen als natürliches Überschwemmungsgebiet zu erhalten und die Wirkung künstlich angelegter Flutrinnen erläutert. Mit Blick auf den Pegel Dresden werden dessen Alarmstufen sowie das Hochwassermeldesystem in Sachsen vorgestellt. Weitere Tafeln beschreiben die Gefahren des Grundhochwassers, die innerstädtischen technischen Hochwasserschutzmaßnahmen und die Folgen einer Flussverlegung.
Der Hochwasserlehrpfad Dresden beginnt auf dem Schloßplatz am Brückenkopf der Augustusbrücke. Hier befinden sich die Tafeln 1 und 2. Danach führt die Route auf die Augustusbrücke, wo ein Kunstwerk an die Flut 2002 erinnert. Am anderen Elbufer gelangt man links über eine Treppe in den Garten des Blockhauses hinunter zur Tafel 3.
Die Tafeln 4a und 4b befinden sich rechts und links des Elbweges vor dem Hotel Bellevue. Folgt man dem Elbweg stromabwärts und geht am Glockenspielpavillon vorbei, erreicht man hinter dem Japanischen Palais rechts des Weges den Palaisgarten mit der Tafel 5. Der Weg durch den Palaisgarten führt über eine kleine Treppe wieder zurück zum Elbweg. Eine zweite Treppe zwischen Marien- und Eisenbahnbrücke ermöglicht den Zugang zur Marienbrücke und das Überqueren der Elbe. Auf der anderen Seite steigt man über eine weitere Treppe auf den Weg hinab, der stromauf zum Kongreßzentrum und zur Tafel 6 führt. Weiter stromaufwärts erreicht man den Sächsischen Landtag.
Die Tafel 7 steht an der Kleinen Packhofstraße, die Tafel 8 auf dem Lindenau-Platz. Nach gut 100 m wird der Ausgangspunkt der Route wieder erreicht. Für die gesamte Runde sollte man sich ein bis zwei Stunden Zeit nehmen. Der Lehrpfad kann jedoch auch teilweise besucht werden, da jede Tafel für sich verständlich und informativ ist. Der Weg ist barrierefrei, Treppen können umgangen werden. Ab einem Wasserstand von 6 m am Pegel Dresden ist der Lehrpfad nur noch eingeschränkt begehbar.
| Tafel | Standort | Inhalte |
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| 1 | Vor der Terrasse am linken Brückenkopf der Augustusbrücke |
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| 2 | Terrasse am linken Brückenkopf der Augustusbrücke – Blick auf den Pegel Dresden |
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| 3 | Blockhausgarten an der Augustusbrücke auf der Neustädter Elbseite |
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| 4 | Am Elberadweg zwischen Blockhaus und Hotel Bellevue |
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| 5 | Garten des Japanischen Palais kurz vor der Marienbrücke |
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| 6 | Zwischen Kongreßzentrum und Marienbrücke am Elbkai |
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| 7 | Neue Terrasse / Kleine Packhofstraße |
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| 8 | Am Sächsischen Landtag |
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Ein Faltblatt und eine Internetpräsenz ergänzen die Informationen auf den Tafeln zum ortsbezogenen Hochwasserschutz. Das Faltblatt soll auf den Lehrpfad aufmerksam machen und kann als Wegweiser auf dem Pfad fungieren.