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Hochwassermeldepegel und Alarmstufen

Entsprechend den örtlichen Gegebenheiten sind für die festgelegten 106 Hochwassermeldepegel (Stand 07/2015) jeweils vier Alarmstufen festgelegt. Die dazugehörigen Richtwasserstände werden grundsätzlich so bestimmt, dass bei ihrem Erreichen am Hochwassermeldepegel für den zugehörigen Flussabschnitt bestimmte Gefahrensituationen kennzeichnend und insbesondere durch die Wasserwehren der Kommunen i. d. R. bestimmte Maßnahmen und Handlungen erforderlich werden (Bedeutung der Alarmstufen). Die Ausrufung der Alarmstufen erfolgt flussabschnittsweise durch die zuständige untere Wasserbehörde.

Alarmstufe 1: (Meldebeginn)

Beginn der Ausuferung der Gewässer

Ständige Beobachtung der meteorologischen Lage und der Hochwassersituation im Flussgebiet, einschließlich ihrer Entwicklungstendenzen, unter besonderer Berücksichtigung der auf der Informationsplattform des Landeshochwasserzentrums und im Wetterinformationssystem für den Katastrophenschutz des Deutschen Wetterdienstes bereit gestellten Informationen; Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Informations- und Meldewege und der technischen Einsatzbereitschaft

Alarmstufe 2: (Kontrolldienst)

Überschwemmung land- oder forstwirtschaftlicher Flächen, Grünflächen, einschließlich Gärten und einzeln stehender Gebäude oder leichte Verkehrsbehinderung auf Straßen und Notwendigkeit der Sperrung von Wegen; Ausuferung bei eingedeichten Gewässern bis an den Deichfuß

Zusätzlich zu Maßnahmen bei Alarmstufe 1: Alarmierung der zuständigen Einsatzkräfte und Herstellen ihrer Einsatzbereitschaft; laufende Kontrolle der Gewässer, Hochwasserschutzanlagen, gefährdeten Bauwerke und Ausuferungsgebiete; Weiterleitung von Informationen über festgestellte Gefährdungen und getroffene Abwehrmaßnahmen; Vorbereitung der aktiven Hochwasserbekämpfung; Vorbereitung von Evakuierungsmaßnahmen

Alarmstufe 3: (Wachdienst)

Überschwemmung von Teilen zusammenhängender Bebauung oder überörtlicher Straßen und Schienenwege; bei Volldeichen Wasserstand etwa in halber Deichhöhe, Vernässung von Polderflächen durch Drängewasser

Zusätzlich zu Maßnahmen bei Alarmstufe 1 und 2: Vorbeugende Sicherungsmaßnahmen an Gefahrenstellen und Beseitigung örtlicher Gefährdungen und Schäden; Einrichtung von Einsatzstäben an Schwerpunkten der Hochwasserabwehr und Schaffung spezieller Nachrichtenverbindungen; Bereitstellung von Hochwasserschutzmaterialien an bekannten Gefahrenstellen; Bereitstellung einsatzbereiter Kräfte zur aktiven Hochwasserabwehr sowie Anforderung und Vorbereitung weiterer Kräfte der Reserve; Beginn der Durchführung aktiver Hochwasserbekämpfungsmaßnahmen

Alarmstufe 4: (Hochwasserabwehr)

Überschwemmung größerer bebauter Gebiete mit sehr hohen Schäden, unmittelbare Gefährdung für Menschen und bedeutende Sachwerte; Wasserstand an Volldeichen im Freibordbereich mit unmittelbarer Gefahr der Überströmung oder unmittelbare Gefahr von Volldeichbrüchen

Zusätzlich zu Maßnahmen bei Alarmstufe 1 bis 3: Aktive Bekämpfung bestehender Gefahren für das Leben, die Gesundheit, die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern und Leistungen und für bedeutende Sachwerte

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Kontakt

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

LHWZ