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Kurzbericht – Trockenjahr 1842

Die extremste, dokumentierte Dürre des 19. Jahrhunderts suchte Mitteleuropa im Jahr 1842 heim. Die über das gesamte Sommerhalbjahr anhaltende Trockenheit erstreckte sich von Sachsen und Böhmen über Thüringen, Hessen bis nach Bayern sowie in die Pfalz. Ausgesprochen geringe Niederschläge führten zu einer besonders langen und ausgeprägten Niedrigwasserperiode bei den sächsischen Gewässern, die etwa von Mai bis Ende August 1842 anhielt.[1]

Die starke Trockenheit ging einher mit schwersten Schäden in weiten Teilen Deutschlands, so auch in Sachsen. Etliche Tageszeitungen berichteten von akuter Trinkwasserknappheit, katastrophalen Ernteausfällen sowie verheerenden Feuersbrünsten. Vor allem die Land- und Viehwirtschaft litt besonders unter der Dürre. Den Berichten zufolge, versiegten Brunnen aufgrund sinkender Grundwasserspiegel wodurch die Sommersaat und Futterpflanzen auf den Feldern vertrockneten. Aufgrund der Mitte des 19. Jahrhunderts noch nicht vorhandenen zentralen Wasserversorgung sowie den kaum vorhandenen Speichern und Talsperren, konnten zu jener Zeit keine ausreichenden Wasserreserven für entsprechende Notlagen vorgehalten werden.[1]
 

Quellen

[1] Fickert, R. (1937): Über Trockenwetter- und Niederwasserzeiten im Lande Sachsen. Jahrbuch des Amtes für Gewässerkunde des Landes Sachsen für das Abflussjahr 1936, Dresden

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

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