1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Kurzbericht – Trockenjahr 1904

Ansichtskarte der Augustusbrücke in Dresden während des Niedrigwassers von 1904

Ansichtskarte der Augustusbrücke in Dresden während des Niedrigwassers 1904

Anhaltende Hochdruckwetterlagen sorgten zwischen Mai und August 1904 in den Einzugsgebieten der Weichsel, Oder sowie der Elbe für ungewöhnlich geringe Niederschläge mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen und Sonnenstunden. Im Elbegebiet fielen in den Monaten von Juni bis August weniger als die Hälfte, mancherorts sogar kaum ein Viertel der gewöhnlichen Niederschläge. Aus diesem Grund stellte sich von etwa Mitte Juli bis Oktober im gesamten Elbestrom eine deutliche Niedrigwassersituation ein, welche sich auch auf die Nebenflüsse erstreckte. So führten die erzgebirgischen Flüsse und Bäche bereits im Juli 1904 kaum noch Wasser.[1][2]

Während im Vergleich zum Sommer 1842 die Trockenheit von 1904 weniger stark ausgeprägt und langanhaltend war, sind dennoch die damit verbundenen Schäden und Nöte der Bevölkerung zahlreich dokumentiert. Diese brachte unter anderem Binnenschiffer, Betreiber von Wassermühlen oder Holzschleifereien in eine missliche Lage, die bis in den Ruin von Betrieben führte. Als problematisch erwies sich darüber hinaus die kaum gesicherte Trinkwasserversorgung. Große Ernteausfälle führten zu enormen Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln. Erste Berichte über ausgedehnte Wald- und Feldbrände im Dresdner Umland Mitte Juli 1904 nahmen im Sommerverlauf fortwährend für ganz Sachsen zu.[1]

 

Quellen

[1] Fickert, R. (1937): Über Trockenwetter- und Niederwasserzeiten im Lande Sachsen. Jahrbuch des Amtes für Gewässerkunde des Landes Sachsen für das Abflussjahr 1936, Dresden

Marginalspalte

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

LHWZ