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Kurzbericht – Trockenjahr 2003

Das Jahr 2003 war in ganz Deutschland sehr niederschlagsarm und überdurchschnittlich warm. Die meteorologische Trockenperiode erstreckte sich von Februar bis Oktober und brachte im Juni/August bis dahin neue Hitzerekorde. Im Gebietsmittel für Deutschland wurden nur drei Viertel des vieljährigen durchschnittlichen Jahresniederschlags erreicht.[1] Der Osten Deutschlands war von der Trockenheit besonders betroffen. Im deutschen Elbegebiet wurden lediglich 549 mm Jahresniederschlag registriert.[2]

Zahlreiche Bäche im sächsischen Einzugsgebiet der Elbe fielen bereits Mitte August trocken. Extreme Tiefststände der Elbe wurden indes durch die Niedrigwasseraufhöhung mittels kontinuierlicher Beaufschlagung aus den nach dem Hochwasser 2002 gut gefüllten tschechischen Talsperren an den Zuflüssen Moldau und Eger vermieden.[3] Dennoch behinderten niedrige Wasserstände die Binnenschifffahrt erheblich. Ab Mitte Juni 2003 kam die Güterschifffahrt auf der Elbe zum Erliegen.

Im Zeitraum vom 09.08. bis 11.08.2003 verzeichneten die sächsischen Elbpegel folgende Jahrestiefstwerte der Tagesmittel:

  • Schöna (09.08.2003): 82 cm ≙ 85,0 m³/s
  • Dresden (11.08.2003): 71 cm ≙ 89,6 m³/s
  • Torgau (11.08.2003): 54 cm ≙ 111 m³/s

Im Gegensatz zu den Abflussjahren 2008 und 2009, in denen kurzzeitig noch niedrigere Wasserstände am Pegel Dresden beobachtet wurden, zeichnete sich das Jahr 2003 an der Elbe durch eine sehr lange Niedrigwasserperiode aus, die sich bereits wenige Monate nach dem Extremhochwasser von 2002 einstellte.

 

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

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