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Kurzbericht – Trockenjahr 2015

Der Elbpegel Dresden bei einem Wasserstand von 50 cm (13.08.2015) (links) und erweiterte Pegellatte auf der gegenüberliegende Pfeilerseite beim 48 cm Wasserstand (14.09.2018) (rechts) (Foto: Archiv LfULG)

Das Gebiet West- und Mitteleuropas, einschließlich der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik, wurde im Jahr 2015 von einer ausgeprägten Trockenheit erfasst. In Sachsen wurden an zahlreichen Fließgewässern, besonders aber in der Lausitzer Neiße und Elbe, nur sehr geringe Niedrigwasserabflüsse verzeichnet. Ursächlich hierfür waren neben dem großen Niederschlagsdefizit auch die vorausgegangenen schneearmen Winter 2013/2014 und 2014/2015. Die Folgen waren vor allem oberhalb der Mündung der Moldau in die Elbe zu spüren. Hier war das Niedrigwasser am deutlichsten ausgeprägt.[1]

Im Zeitraum vom 12.08. bis 15.08.2015 erreichten die Wasserstände und Durchflüsse an den Elbepegeln die folgenden niedrigsten Tagesmittelwerte des Jahres:

  • Schöna (12.08.2015): 65 cm ≙ 76,4 m³/s
  • Dresden (12.08.2015): 50 cm ≙ 79,9 m³/s
  • Torgau (15.08.2015): 35 cm ≙ 89,0 m³/s

Eine Verschärfung der Niedrigwassersituation wurde durch die Steuerung der tschechischen Talsperren in der Moldau und Eger verhindert. Aufgrund der geringen Wasserstände tauchten entlang der Elbe vielerorts Hungersteine auf, die mit ihren eingravierten Jahreszahlen besondere hydrologische Zeugnisse vergangener Zeiten mit Wassermangel sind.

 

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

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