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Niedrigwasserphänomene der Elbe – Hungersteine und Untiefen

Bannerbild vom Hungerstein in der Elbe bei Oberposta (Elbe-Kilometer 31,63)

Hungerstein in der Elbe bei Oberposta (Elbe-km 31,63)

Die steten Schwankungen der Flusswasserspiegel sind natürliche Folgeerscheinungen der klimatischen Variabilität, wenngleich Extremereignisse wie Hochwasserkatastrophen oder außergewöhnliches Niedrigwasser einschneidende hydrologische Phänomene darstellen. Traditionell erinnern vor Ort zahlreiche Hinweise und feste Markierungen an diese historischen Geschehnisse. Vor allem Hochwassermarken sind häufig deutlich sichtbar an prägnanten Standorten anzutreffen.

Solche hydrologischen Zeugnisse existieren auch für Niedrigwasser als sogenannte »Hungersteine« oder »Untiefen«, allerdings zeigen sie sich nur vergleichsweise selten. In Form mächtiger Gesteinsbrocken, angeschnittenen Felsgesteinen oder von Menschenhand gesetzter Markierungssteine enthalten diese häufig diverse Jahreszahlen oder Gravuren als Verweis auf die schwierigen Lebensumstände infolge extremer Trockenheit.

Übersichtskarte der Fundorte von Hungersteinen und Untiefen in der Elbe

Übersichtskarte der Fundorte von Hungersteinen und Untiefen in der Elbe

Seit 2015 werden in einer institutionell übergreifenden Zusammenarbeit mit Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden und der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen e.V. umfassende Kartierungen der wieder aufgetauchten Hungersteine und Untiefen an der Elbe vorgenommen.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

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