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Historische Trockenereignisse in Sachsen

In den vergangenen Jahrhunderten traten wiederholt außergewöhnliche Trockenzeiten auf, die mit starkem Wassermangel einhergingen. Dies belegen zahlreiche heute noch vorhandene Berichte, welche bis in das 16. Jahrhundert zurückreichen. Im Flussgebiet der Elbe kann dabei auf eine umfassende Beobachtungsreihe seit Einführung der regelmäßigen amtlichen Wasserstandsmessung im Jahr 1806 zurückgegriffen werden.

Historische Niedrigwasserereignisse vor Beginn der regelmäßigen amtlichen Wasserstandsmessung in Sachsen

Trockenperioden vor Beginn der regelmäßigen amtlichen Wasserstandsmessung in Sachsen[1]

Die Hungersteine in der Elbe weisen vielfach die Inschriften der Jahre 1842, 1904, 1911 als Indiz für sehr trockene Perioden auf. Trotz Beeinflussung und Vergleichmäßigung des Abflusses durch die großen Talsperren in der Moldau seit etwa 1965, wurden an der Elbe nach dem Hochwasser im Juni 2013 außergewöhnliche Tiefststände verzeichnet. Den gegenwärtigen Höhepunkt stellt die europaweit extreme und langanhaltende Trockenheit der Jahre 2018/2019 dar, die in zahlreichen sächsischen Fließgewässern neue Allzeittiefststände brachte.

Quellen

[1] Weikinn, C. (1965/66a): Katastrophale Dürrejahre während des Zeitraums 1500-1850 in den Flußgebieten der heutigen Deutschen Demokratischen Republik. In: Acta Hydrophysica 10, S. 33-54

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

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