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Hydrologische Vorhersagen

Wichtige Hinweise zu den hydrologischen Vorhersagen

Durch das LHWZ werden in regelmäßigen Abständen („automatisch“) sowie bedarfsweise („manuell“) pegelbezogene hydrologische Vorhersagen für Wasserstände und Durchflüsse erstellt und diese für ausgewählte Pegel in Form von Gangliniengrafiken veröffentlicht (siehe nachfolgende Abbildung).

Erläuterung zu den Vorhersage-Ganglinien

Abbildung: Beispiel einer ganglinienbasierten hydrologischen Vorhersage der Wasserstandsentwicklung in den nächsten 48 Stunden

 

Vorhersagen werden zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellt (sog. Vorhersagezeitpunkt). Dieser wird immer angegeben (z. B. „Vorhersage vom 24.10.2018, 13:00 Uhr“). Die vorhergesagten Werte bleiben bis zum Vorliegen einer neuen Vorhersage gültig, werden aber mit Voranschreiten der Zeit ab dem Vorhersagezeitpunkt sukzessive durch Messwerte überschrieben (durch den „Messwertbereich“).

Hydrologische Vorhersagen (Vorhersageganglinien sowie die Abschätzung der Vorhersageunsicherheit) basieren auf Ergebnissen von Computermodellen. Die Modelle selbst, als auch die zu ihrem Antrieb verwendeten Daten (z. B. Wasserstände, Niederschlagsmessungen und Niederschlagsvorhersagen), können Fehler aufweisen. Damit kann die Vorhersage mehr oder weniger stark von der tatsächlichen Entwicklung der Wasserführung abweichen.

Diese Unsicherheiten werden durch Angabe eines Unsicherheitsbereichs („Vorhersage-Bandbreite“) dargestellt. Die Breite des Unsicherheitsbereiches ist von der Verlässlichkeit der Vorhersagen abhängig (je schmaler, desto verlässlicher die Prognose der künftigen Entwicklung). Meist liegen die gemessenen Wasserstände und Durchflüsse innerhalb der angegebenen Bandbreite, können diese unter Umständen aber auch verlassen!
Die Vorhersage wird zeitlich in einen „Vorhersagebereich“ (Vorhersageweite bis 24 Stunden ab Vorhersagezeitpunkt) sowie (optional) einen „Abschätzbereich“ (Vorhersageweite über 24 Stunden) unterschieden. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die Vorhersagegüte allgemein mit zunehmender Vorhersageweite abnimmt.

Vor allem für kleinere Gewässer hängt die Güte hydrologischer Vorhersagen maßgeblich von der Güte der Niederschlagsvorhersagen ab. Unterschiedliche Wetterlagen können dazu führen, dass Modellaussagen mehr oder weniger verlässlich sind. Während beispielsweise großräumige Regengebiete relativ gut vorhersagbar sind, lassen sich lokale Starkregen nicht exakt prognostizieren.

Aus den genannten Gründen werden daher für kleinere Einzugsgebiete durch das LHWZ keine pegelbezogenen Vorhersagen veröffentlicht. Bei entsprechenden Wetterlagen sollten daher in jedem Falle die Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes sowie die Karte zur LHWZ-Hochwasserfrühwarnung beachtet werden!

Aus der Veröffentlichung und Verarbeitung der pegelbezogenen hydrologischen Vorhersagen sind keine Rechte ableitbar. Eine Haftung für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wird nicht übernommen!

Aktuelle hydrologische Vorhersagen

Aktuelle hydrologische Vorhersagen in Form von Ganglinien finden Sie für ausgewählte Pegel über die LHWZ-Pegelkarte:

Marginalspalte

Kontakt

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

LHWZ

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

Uwe Höhne