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RAINMAN – Integrated Heavy Rain Risk Management

AKTUELLES: Anpassungen im Projekt RAINMAN aufgrund der Corona-Krise

Aufgrund der weltweiten Corona-Krise ist die Projektabschlusskonferenz, die am 6. Mai 2020 in Dresden stattfinden sollte, abgesagt worden.

Große Teile der Konferenz waren bereits vorbereitet und ein attraktives Programm war zusammengestellt, um die RAINMAN-Toolbox, ihre Instrumente und Maßnahmen zur Minderung von Starkregenrisiken und zur Sensibilisierung der Zielgruppen zu präsentieren. Der Fokus des Programms lag auf der Präsentation von Erfahrungen und Einblicken in Best-Practice-Beispiele sowie dem interaktiven Austausch von Vertreter*innen aus Kommunen, Wissenschaft und Politik. Teilnehmer*innen, vor allem aus Kommunen und Landesbehörden in Sachsen, aber auch interessierte Bürger*innen und Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen hatten sich zahlreich angemeldet.

Noch ist nicht absehbar, wann derartige Konferenzformate wieder stattfinden können und ein persönlicher Wissensaustausch möglich ist − zumal das Projekt RAINMAN im Juni 2020 nach einer dreijährigen Projektlaufzeit endet. Obwohl der persönliche Austausch und das Format einer interaktiven Abschlusskonferenz natürlich nur schwer zu ersetzen sind, haben die Projektpartner die Aktivitäten in der Projektabschlussphase an die aktuelle Lage angepasst und ein neues Konzept für die Informationsverbreitung erstellt.Die Reorganisation der letzten Projektphase wird weiterhin gemeinsam von allen zehn Projektpartnern in sechs Partnerländern gestaltet, die derzeit aus ihren Heimbüros die transnationale Zusammenarbeit online fortführen. Alle arbeiten weiterhin gemeinschaftlich an den Projektergebnissen, der Fertigstellung de RAINMAN-Toolbox und auch an neuen Ideen für die Informationsvermittlung. Beispielsweise ist die Erstellung von zusätzlichem Informations- und Werbematerial geplant, z. B. einer Broschüre in verschiedenen Sprachen, um die Toolbox und ihren Inhalt potentiellen Nutzern vorzustellen. Schon in Kürze wird die RAINMAN-Toolbox online verfügbar sein!

 

Möglichkeiten zur Beteiligung

Waren Sie in der Vergangenheit privat oder anderweitig bereits von den Folgen von Starkregen betroffen, haben Schäden erlitten oder Vorsorge getroffen? Dann laden wir Sie zur Beteiligung an einer Umfrage zu  guten Beispielen privater Vorsorgemaßnahmen ein.

Teilen Sie uns mit, wie Sie – zum Beispiel nach einer eigenen Hochwasserbetroffenheit in der Folge von Starkregen – auf Ihrem Grundstück und sonst in Ihrem Lebensumfeld Vorsorge getroffen haben. Denken Sie dabei nicht nur an bauliche Maßnahmen! Jeder angelegte private Notfallplan, jedes Engagement bei der Feuerwehr/THW/Wasserwehr in Ihrer Gemeinde, sowie viele andere Vorsorge-Maßnahmen sind möglich und reduzieren Ihr persönliches Risiko, das Sie, Ihre Angehörigen oder Ihr Hab und Gut zu Schaden kommen. 

Kurzbeschreibung

Laufzeit:

07/2017 - 06/2020

Starkregenereignisse können an jedem Ort zu Überflutungen führen, häufig mit nur sehr kurzer Vorwarnzeit. Jedes Jahr sterben Menschen oder verlieren ihr Zuhause. Umweltschäden, wie zum Beispiel Wasserverschmutzung treten auf. Die zerstörerischen Auswirkungen von Starkregen sind eine der bedeutendsten Naturgefahren in Europa.

Das Projekt RAINMAN hat das Ziel, über ein integriertes Starkregen-Risikomanagement Schäden in städtischen und ländlichen Regionen zu reduzieren, die mit Starkregen in Zusammenhang entstehen. Partner aus sechs Ländern erarbeiten gemeinsam eine Toolbox mit übertragbaren Werkzeugen:

  1. Bewertungs- und Kartierungswerkzeug für Starkregenrisiken,
  2. Umsetzungshilfe für risikomindernde Maßnahmen, Warnung und Krisenmanagement,
  3. Empfehlungen für Hochwasserrisikomanagementpläne,
  4. Werkzeuge zur Sensibilisierung und Akteurs-Beteiligung,
  5. Gute Maßnahmenbeispiele aus der Praxis (als Katalog).

Im ersten Schritt entwickeln die Partner Methoden zur Bewertung von Starkregenrisiken unter verschiedenen vordefinierten Szenarien und Landnutzungen in Zentraleuropa. Die Methoden werden z.B. für städtische und ländliche Landnutzung sowie für Gebirgs- und Flachlandregionen spezifiziert. Das Werkzeug unterstützt die Identifikation und effektive Kommunikation von gefährdeten Flächen. Die Ergebnisse bilden das Fundament für Kommunen und Regionen, ihre regionale und lokale Entwicklung an bestehende Risiken anzupassen.

Im zweiten Schritt werden ein Werkzeug und eine Strategie zur Reduzierung von Starkregenrisiken vorgeschlagen. Das Werkzeug wird aus einem Katalog mit Maßnahmen zur Reduzierung des Starkregenrisikos in verschiedenen Situationen bestehen. Er wird Hilfestellung bei der Auswahl geeigneter Optionen und Maßnahmen, wie auch bei der Anwendung und Umsetzung von Maßnahmen geben. Die gemeinsam erarbeitete Strategie zum Umgang mit Starkregenrisiken in städtischen und ländlichen Gebieten wird helfen, lokale, regionale, aber auch europaweite Hochwasserpolitik zu verbessern.

Daneben werden in allen teilnehmenden Partnerregionen Pilotaktionen durchgeführt, um die gemeinsam entwickelten Methoden und Werkzeuge auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Um ein breites Spektrum an Grundvoraussetzungen abzudecken, gibt es sieben Pilotaktionen mit verschiedenen Charakteristika. Unter anderem sind die sächsischen Kommunen Meißen (eher städtischer Charakter) und Oderwitz (eher ländlicher Charakter) in das Projekt eingebunden. Die Erfahrungen aus den Pilotaktionen fließen in die Weiterentwicklung der Maßnahmen ein und machen sie so übertragbar auf andere Situationen. Außerdem stellen sie gute Umsetzungsbeispiele dar.

Das Projekt wird finanziert durch das Interreg CENTRAL EUROPE Programm. Dieses Programm wird durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung getragen. Es unterstützt Institutionen bei der gemeinsamen Arbeit über Ländergrenzen hinweg, um Städte und Regionen in Österreich, Kroatien, Tschechien, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen, Slowakei und Slowenien zu stärken. Das LfULG ist Leadpartner für das Projekt. Es verantwortet das Projektmanagement und ist für die Erstellung der »Toolbox« geeigneter Werkzeuge zum Umgang mit Starkregenrisiken verantwortlich, in welcher die Projektergebnisse zusammenfließen.

Link zur Projektseite:

Marginalspalte

Bild: Logo RAINMAN

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

Dr. Sabine Scharfe

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

Anika Albrecht

Förderung

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