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STRIMA II – Sächsisch-Tschechisches Hochwasserrisikomanagement

Laufzeit:

06/2017 - 06/2020

Kurzbeschreibung:

Mithilfe von STRIMA II soll die grenzüberschreitende Bearbeitung von Aufgaben des Hochwasserrisikomanagements im Grenzraum Tschechien – Sachsen weiter vorangetrieben bzw. fortgesetzt werden. Grundanliegen des Projektes ist dabei eine Verbesserung der Schadensvorsorge als Möglichkeit der Risikoprävention für hochwasser- und starkniederschlagsinduzierte Überflutungsereignisse unter Berücksichtigung einer klimawandelbedingten Intensitäts- und Häufigkeitszunahme.

In Auswertung abgelaufener Ereignisse in Deutschland und Tschechien ist festzustellen, dass ein hoher Anteil geschädigter Gebäude und Infrastrukturen bereits wiederholt von einer Überflutung betroffen war und dass bei der Schadensbeseitigung die Möglichkeiten der Vorsorge unzureichend genutzt werden. Durch die Ableitung von geeigneten und wirtschaftlichen Vorsorgemaßnahmen bzw. Maßnahmenkombinationen und deren Darstellung in Leistungskatalogen soll für typische Schadensbilder an Wohngebäuden, Verkehrsinfrastrukturen und an sehr schnell reagierenden kleinen Fließgewässern die Umsetzung der Hochwasservorsorge wesentlich verbessert werden.

Bei diesem Vorhaben handelt es sich um ein von der Europäischen Union und dem Kooperationsprogramm Freistaat Sachsen - Tschechische Republik 2014 – 2020 gefördertes Projekt. Leadpartner ist das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Projektpartner sind die Technischen Universität Prag, die Universität Ústí nad Labem und die Agentur für regionale Entwicklung Liberec sowie das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung in Dresden.

Arbeitspaket 1: Minderung von Hochwasserschäden an Wohngebäuden

Es sollen methodische Grundlagen für die Minderung von Hochwasserschäden an Gebäuden erarbeitet werden. Ein Katalog zur Schadensminderung an Wohngebäuden soll als Handlungsempfehlung erarbeitet werden. Ein Webbasiertes Informationssystem in deutscher und tschechischer Sprache soll Interessierten und Betroffenen dazu dienen sich mit dem Thema Hochwasserschäden an Wohngebäuden vertraut zu machen. Die Wirkungsanalyse potentieller Bauvorsorgemaßnahmen auf räumlicher Ebene soll in zwei Pilotgebieten (DE/CZ) durchgeführt werden.

Arbeitspaket 2: Minderung von Hochwasserschäden an Umweltschutzgütern und Landnutzungen

Methodische Grundlagen für die Minderung von Hochwasserschäden an Umweltschutzgütern und Landnutzungen sollen erarbeitet werden, um diese dann in konkrete Maßnahmen zur Schadensminderung umzusetzen. Hierbei müssen Methoden entwickelt werden um Schäden an Landnutzungen und Landwirtschaft zu analysieren. Maßnahmen werden systematisiert, mit dem Ziel die Hochwasserschäden an Umweltschutzgütern und Landnutzung zu vermindern. Diese Methodik wird ebenso an konkreten Flächen getestet und dokumentiert, um als Abschluss dieses Arbeitspaketes eine Handlungsempfehlung mit Vorsorgestrategien für Kommunen zu erarbeiten.

Arbeitspaket 3: Minderung von Hochwasserschäden an technischen Infrastrukturen

Ein methodischer Ansatz zur Typisierung relevanter Schadensbilder an Gewässern, ihren Bauwerken und der Verkehrsinfrastruktur soll entwickelt werden. Eine Abschätzung des Schadensverhaltens von Hochwasserereignissen auf technische Infrastrukturen und deren Verletzbarkeit soll erfolgen. Im Weiteren gilt es Maßnahmen zur Schadensminderung für ausgewählte Infrastrukturtypen in einem Maßnahmenkatalog zusammenzufassen. In Pilotanwendungen wird die Übertragbarkeit dieser Maßnahmen im sächsische-tschechischen Grenzraum überprüft.

Arbeitspaket 4: Kommunikation des Hochwasserrisikos

Die interdisziplinäre Veranstaltungsreihe des grenzüberschreitenden Hochwasserrisikomanagementforums soll fortgeführt werden. Dieses Forum bietet Experten, Praktikern, Interessensgruppen und den hochwassergefährdeten oder von Hochwasser betroffenen Kommunen eine Plattform zum Wissens- und Erfahrungsaustausch, um gemeinsam Probleme anzugehen und Lösungen zu finden. Auch im Rahmen von STRIMA II sind Veranstaltungen in Tschechien und Sachsen geplant, auf denen fachliche Schwerpunkte unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten thematisiert werden. Das kommunale Hochwasserinformations- und Managementsystem INGE soll fortentwickelt und weiter in die Praxis implementiert werden. Die Erarbeitung von Grundlagen für die Entwicklung einer webbasierten, interaktiven Informations- und Kommunikationsplattform (APP) soll erfolgen, mit der sich Fachplaner, Eigentümer und Betroffene über potentielle, gebäudetypenspezifische Hochwasserschäden und deren Minderungspotentiale informieren können.

Marginalspalte

Bild: Logo Strima II

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

Katrin Hänsel

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

Susann Thieme

Förderung

Logo EU und Förderprogramm

Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020.

Zukunftsinitiative simul+

Förderinitiative simul+

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