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Rohrdommel - Botaurus stellaris (L., 1758)

Die Rohrdommel (Botaurus stellaris) ist ein 70 bis 80 Zentimeter großer Schreitvogel mit braun-schwarz gezeichnetem Gefieder. Der Vogel lebt versteckt in ausgedehnten Röhrichtbeständen und kann deshalb nur selten beobachtet werden.
Bei Gefahr nimmt der Vogel eine Pfahlstellung ein und ist damit in seiner Umgebung perfekt getarnt.

Die dumpfen Rufe des Männchens sind zur Brutzeit (»Moorochse«) weithin vernehmbar.
Rohrdommel (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Thomaß)

Rohrdommel (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Thomaß)

Die Rohrdommel brütet im April/Mai. Bevorzugter Lebensraum der Art sind Stillgewässer mit großen, älteren und strukturreichen Röhrichtbeständen (vorwiegend Schilf- und Rohrkolbenröhrichte).

Hauptverbreitungsgebiet der Rohrdommel in Sachsen ist das Flachland mit Schwerpunkt im gewässerreichen Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet. Darüber hinaus kommt die Art vereinzelt auch im Elbe-Röder-Gebiet und in Nordwestsachsen vor.

Nach Rückgang seit den 1960er Jahren ist seit 1990 ein Wiederanstieg zu verzeichnen, sodass der Bestand auf aktuell 60-80 Brutpaare geschätzt wird.

Die nach der Roten Liste Sachsens als stark gefährdet eingestufte Art ist vor allem durch Beeinträchtigung und Zerstörung des Lebensraums (insbesondere von Röhrichten), Änderung der Teichbewirtschaftung und Nahrungsverknappung an Stand- und Fließgewässern (insbesondere bei Überwinterung) gefährdet.

Weiterführende Informationen zur Rohrdommel

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke