1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Schwarzstorch - Ciconia nigra (L., 1758)

Der Schwarzstorch (Ciconia nigra) ist ein knapp metergroßer Schreitvogel mit überwiegend schwarzem Gefieder (Unterseite weiß). Er lebt zurückgezogen in alten, unberührten, feuchten Laub- und Mischwäldern, insbesondere in Altbeständen von Eichen, Kiefern und Rotbuchen, in Gebirgstälern auch in Hangwäldern mit Fichte und Buche.

Seine Nahrung sucht er in Teichen, Altwassern und anderen Flachgewässern, an Bächen, Flüssen, auf feuchten Weiden und in Sümpfen, wobei er auch längere Nahrungsflüge von mehreren Kilometern unternimmt.
Schwarzstorch (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, H. Rank)

Schwarzstorch (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, H. Rank)

Die Horste werden meist auf alten Bäumen errichtet (im Elbsandsteingebirge auch Felsbruten). Der Legebeginn erfolgt ab Mitte April.
Der Schwarzstorch überwintert in Afrika, der Abzug beginnt im September, die Rückkunft ist Ende April/Anfang Mai.

Der Schwarzstorch ist in Sachsen nur selten zu beobachten, hat aber eine vergleichsweise weite Verbreitung. Vorkommensschwerpunkte sind das Erzgebirge, die Sächsische Schweiz, das Vogtland und das Mulde-Lößhügelland, aber auch aus dem Tiefland liegen Nachweise vor. Der Gesamtbestand in Sachsen wird auf 40 bis 60 Brutpaare geschätzt.

Im Freistaat Sachsen steht der Schwarzstorch auf der Vorwarnliste. Als Gefährdungsfaktoren sind Intensivierung der forstlichen Bewirtschaftung, Zerschneidung von Wäldern, Gewässerverschmutzung, Gewässerausbau, Windenergieanlagen sowie Freileitungen und insbesondere Störungen aller Art zu nennen, beispielsweise Freizeitaktivitäten, Tourismus, jagdliche Aktivitäten und forstwirtschaftliche Arbeiten.

Weiterführende Informationen zum Schwarzstorch

Marginalspalte

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke