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Schwarzmilan - Milvus migrans (BODDAERT, 1783)

Der Schwarzmilan (Milvus migrans) ist etwas kleiner als der Rotmilan, hat einen nur leicht gegabelten Schwanz und ein dunkelbraunes Gefieder.

Er brütet an Waldrändern, in Restwäldern und Flurgehölzen meist in Gewässernähe, seltener in größerer Entfernung oder ohne Gewässerbezug.
Die Brutzeit erstreckt sich von Ende April bis Mai. Der Schwarzmilan überwintert in Afrika und zum Teil in Südeuropa; Abzug ist im August/September, Ankunft im Brutgebiet Mitte März/Anfang April.
Schwarzmilan (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Kaminski)

Schwarzmilan (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Kaminski)

Die Nahrungssuche (Fische, Kleintiere, Insekten, Aas, Abfall) erfolgt insbesondere an stehenden und fließenden Gewässern, aber auch auf Feldern, Müllplätzen und im Randbereich ländlicher Siedlungen.

Der Schwarzmilan ist in ganz Kontinentaleuropa (außer Skandinavien) verbreitet. In Sachsen wird das Tief- und Hügelland (hauptsächlich gewässerreiche Teile Nordsachsens, das Elbe-Röder-Gebiet und das Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet) sowie das Vogtland besiedelt.

Der Gesamtbestand wird gegenwärtig auf 600 bis 800 Brutpaare geschätzt. Intensivierung der Landnutzung mit Verringerung des Nahrungsangebotes, Windenergieanlagen, Straßenverkehr und Störungen durch intensive Freizeitaktivitäten stellen mögliche Gefährdungsfaktoren für den Schwarzmilan dar.

Weiterführende Informationen zum Schwarzmilan

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke