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Seeadler - Haliaeetus albicilla (L., 1758)

Der Seeadler (Haliaeetus albicilla) ist ein sehr großer Greifvogel mit mehr als zwei Metern Flügelspannweite. Die Silhouette wird durch brettartige, rechteckige Flügel, gespreizte Handschwingen und den kurzen keilförmigen Schwanz bestimmt, der bei Alttieren weiß gefärbt ist.

Störungsarme Waldareale in der Umgebung nahrungsreicher Teichgebiete kennzeichnen den Lebensraum.

Die Nahrung des Seeadlers besteht vorwiegend aus Wasservögeln und Fischen, in Notzeiten auch Aas.
Seeadler (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, D. Synatzschke)

Seeadler (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, D. Synatzschke)

Die Brut- und Ruheplätze liegen in alten, im Stadium des Zerfalls befindlichen Kiefernbeständen, seltener in Mischbeständen mit Fichte und naturnahen Erlenwäldern. Die Brutvögel sind ortstreu und können ganzjährig im Brutgebiet beobachtet werden. Sie brüten vorwiegend im Zeitraum von Ende Februar bis April.

Hauptverbreitungsgebiet der Art in Sachsen sind die wald- und wasserreichen Gegenden der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft und der Königsbrück-Ruhlander Heiden. Vereinzelte Ansiedlungen wurden auch aus Nordwestsachsen und dem Moritzburger Gebiet bekannt.
Rast- und Überwinterungsgebiete des Seeadlers liegen vor allem an größeren Gewässern im Brutareal und am Elblauf unterhalb Dresden.

In den letzten Jahrzehnten ist der Seeadlerbestand in Sachsen kontinuierlich angestiegen (zur Zeit 70-80 Brutpaare), so dass die Art nur noch auf der Vorwarnliste steht.

Als wesentliche Gefährdungsfaktoren gelten intensive forstliche Bewirtschaftung, die Zerschneidung von Waldgebieten sowie Störungen der Brut- und Ruheplätze durch forstliche Arbeiten, Freizeitaktivitäten, Tourismus und jagdliche Maßnahmen (Bleivergiftungen).

Wichtige Schutzmaßnahmen für den Seeadler sind die Erhaltung störungsarmer Bruthabitate bei ausreichender Nahrungsgrundlage in der Umgebung und eine Betreuung der Brutplätze.

Weiterführende Informationen zum Seeadler

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke