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Birkhuhn - Tetrao tetrix tetrix (L., 1758)

Das Birkhuhn (Tetrao tetrix) ist ein haushuhngroßer Hühnervogel. Das Männchen hat glänzend blauschwarzes Gefieder mit weißen Flügelbinden und leierförmigem Schwanz; der weibliche Vogel ist bräunlich mit leicht gegabeltem Schwanz und deutlich kleiner.

Der Stand- und Strichvogel bevorzugt lichte ungleichaltrige Mischwälder mit Lichtungen und Zwergstrauchheiden, die mit Mooren, Wiesen und Feldern wechseln.
Im Frühjahr balzen die Hähne in der Morgendämmerung auf gemeinschaftlichen Balzplätzen. Die Hennen brüten auf Nestern am Boden in dichter Vegetation (Brutzeit Mai bis Juni).
Birkhuhn (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, H.-D. Schernick)

Birkhuhn (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, H.-D. Schernick)

Die Nahrung der scheuen Tiere besteht aus Früchten, Beeren, Trieben und Knospen von Birken und anderen Gehölzen. In den ersten Lebenstagen fressen die Jungtiere vorwiegend Insekten.

Die Vorkommen des Birkhuhns, das ehemals in Sachsen vom Tiefland bis zu den Mittelgebirgen verbreitet war, beschränken sich heute auf die Kammlagen des Erzgebirges und in Resten auch in der Muskauer Heide. Die Gesamtpopulation umfasst nicht mehr als 20-30 balzende Hähne und insgesamt 40-60 Tiere.

Hauptgefährdungsfaktoren der nach der sächsischen Roten Liste vom Aussterben bedrohten Art sind intensive forst- und landwirtschaftliche Nutzung, Zerschneidung von Waldgebieten, fortschreitende Sukzession ehemaliger Offenlandflächen sowie Störungen durch Freizeitaktivitäten, forstliche Arbeiten, jagdliche Maßnahmen und andere.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke

Weitere Informationen

Artenheft und Postkarte

Birkhuhn (Tetrao tetrix)