1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Auerhuhn - Tetrao urogallus (L., 1758)

Das Auerhuhn (Tetrao urogallus) ist der größte heimische Hühnervogel.
Das schwarzbraune Männchen ist etwa gänsegroß, das Weibchen deutlich kleiner und der Birkhenne ähnlich.

Die Tiere besiedeln naturnahe, struktur- und unterholzreiche, alte Nadelwälder mit Heidelbeere in der Feldschicht. Im Tiefland werden Kiefernwälder und im Bergland Fichtenwälder mit Beimischungen von Kiefer und Buche in der Nähe von Hochmooren bevorzugt.
Balzender Auerhahn (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, H. Rank)

Balzender Auerhahn (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, H. Rank)

Im Frühjahr sammeln sich die Männchen zur Balz auf speziellen Plätzen. Die Hennen brüten im Zeitraum von Ende April bis Mitte Juni in Nestern am Boden.
Nahrungsgrundlage des Standvogels sind Nadeln, Laub und Beeren. Die Küken ernähren sich in der ersten Zeit von Insekten.

Das Auerhuhn besiedelte noch im 18. und 19. Jahrhundert alle großen Waldgebiete Sachsens. Bereits in dieser Zeit setzte die rückläufige Bestandsentwicklung ein. Da nur noch unsichere Nachweismeldungen vorhanden sind, ist das Auerhuhn in der Roten Liste Sachsens als ausgestorben gelistet. Intensive forstliche Bewirtschaftung, Zerschneidung von Waldgebieten, Waldschäden und Störungen durch forstliche Arbeiten haben hierzu beigetragen.

Weiterführende Informationen zum Auerhuhn

Marginalspalte

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke