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Kranich - Grus grus (L., 1758)

Der Kranich (Grus grus) ist ein großer »Schreitvogel« mit schiefergrauem Gefieder, leuchtend rotem Scheitel, schwarzen Flügelspitzen und auffälligen Schmuckfedern. Er schreitet majestätisch auf langen »Stelzbeinen« und ruft mit weithin vernehmbaren Trompetentönen.

Die Zugvögel treffen im März bis April im Brutgebiet ein. Bevorzugt werden ausgedehnte Moorlandschaften, Bruchgebiete, feuchte Niederungen und Verlandungszonen an Teichen.
An den Brutplätzen leben die Tiere sehr zurückgezogen. Die großen Nester finden sich an trockenen Stellen zwischen Röhricht, Seggen oder Binsen im Flachwasserbereich (Brutzeit Ende März bis Anfang Mai).
Kranich (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Fünfstück)

Kranich (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Fünfstück)

Kraniche ernähren sich von verschiedenen Pflanzen, Insekten, Würmern, Schnecken, Fischen, Fröschen und kleinen Säugetieren.

Vor dem Abflug sammeln sich die Vögel auf Rast- und Schlafplätzen, im Oktober fliegen sie in die Überwinterungsgebiete.

Die Brutplätze des Kranichs in Sachsen finden sich in den Niederungen, insbesondere im Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet (beispielsweise Dubringer Moor), weiterhin in Muskauer Heide, Königsbrück-Ruhlander Heiden, Düben-Dahlener Heide (beispielsweise Presseler Heidewald und Moorgebiet) und Riesa-Torgauer Elbtal. Die sächsischen Brutvorkommen (200 bis 250 Brutpaare) liegen an der südwestlichen Verbreitungsgrenze des europäischen Areals.

Aufgrund der sehr positiven Bestandsentwicklungen der letzten Jahre wird der Kranich in Sachsen nicht mehr auf der Roten Liste geführt.

Dennoch ist der Schutz der Brutlebensräume (Moore, Sümpfe, Verlandungszonen etc.) inklusive der Vermeidung von Störungen zur Brutzeit durch Freizeitaktivitäten oder durch forstliche und jagdliche Maßnahmen weiterhin erforderlich.

Weiterführende Informationen zum Kranich

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke