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Flussseeschwalbe - Sterna hirundo Linnaeus, 1758

Die Flussseeschwalbe (Sterna hirundo) ist ein mittelgroßer Möwenvogel, der durch das weiß-graue Gefieder, die schwarze Kopfplatte und den roten Schnabel mit schwarzer Spitze gekennzeichnet ist.

Mögliche Bruthabitate der Art finden sich vor allem an Flüssen, auf Kiesbänken und vegetationsarmen Inseln sowie im Uferbereich von Stillgewässern (Teiche, Talsperren). Die Tiere nisten hauptsächlich in den Monaten Mai und Juni, in den Teichgebieten oft vergesellschaftet mit Lachmöwen.
Flußseeschwalbe (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Kaminski)

Flussseeschwalbe (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Kaminski)

Ab August bis Oktober ziehen die Vögel in ihre Überwinterungsgebiete nach Afrika, die Ankunft im Brutgebiet erfolgt frühestens im April.

Noch Ende des 19. Jahrhunderts war die Flussseeschwalbe ein häufiger Brutvogel an Elbe und Mulde, in der Lausitzer Niederung und an einigen Teichgebieten des Hügellandes. Heute ist die Art in Sachsen nach der Roten Liste stark gefährdet. Der Gesamtbestand wird auf 120 bis 200 Brutpaare geschätzt und konzentriert sich im Wesentlichen auf das sächsische Tiefland, insbesondere im Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet (Tauerwiesenteich, Talsperre Quitzdorf, Neuteich Diehsa) und Nordwestsachsen (Kiessseen nördlich von Delitzsch) sowie Einzelnachweise in Moritzburg (Frauenteich), östlich von Leipzig (Kiessee Kleinpösa) und an der Elbe östlich von Riesa.

Zu den Gefährdungsfaktoren gehören beispielsweise Gewässerverschmutzung, Gewässerausbau, Störungen während der Brutzeit, intensive fischereiliche Bewirtschaftung, Wegfall beziehungsweise Beeinträchtigung von Brutplätzen (Inseln) und hoher Prädatorendruck.

Weiterführende Informationen zur Flussseeschwalbe

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke