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Neuntöter - Lanius collurio (L., 1758)

Der Neuntöter oder Rotrückenwürger (Lanius collurio) ist ein verbreiteter Würger, der sich durch den grauen Oberkopf und Nacken, den rotbraunen Rücken und die schwarze Augenmaske des Männchen auszeichnet.

Er besiedelt offenes und halboffenes Gelände mit Hecken, Gebüschen und Gehölzen (Feldgehölz- und Heckenlandschaften), ferner Waldränder, Kahlschläge, An- und Aufwuchsflächen, Vorwaldstadien sowie feuchte bis nasse Standorte mit entsprechenden Voraussetzungen.
Neuntöter (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Engler)

Neuntöter (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Engler)

Die Tiere ernähren sich von größeren Insekten, gelegentlich auch von Kleinsäugern und kleinen Vögeln. Bei gutem Nahrungsangebot werden Insekten als Nahrungsvorrat für Regentage auf Dornen und Stacheln aufgespießt.

Die Brut erfolgt in Nestern, die in Hecken und Gebüschen angelegt werden, im Zeitraum von Mitte Mai bis Juni, bei Nachgelegen noch im Juli bis Anfang August.

Ab August (bis September/Oktober) ziehen die Vögel ins tropische und südliche Afrika, Ende April/Anfang Mai kehren sie ins Brutgebiet zurück.

Der zur Zeit nicht gefährdete Neuntöter ist in Sachsen weit verbreitet und kommt in allen Naturräumen vor, im Erzgebirge bis in Höhenlagen von 950 Meter ü. NN.

Mögliche Gefährdungsfaktoren sind Sukzession auf Truppenübungsplätzen und in der Bergbaufolgelandschaft, Aufforstung von Brachflächen, fehlende Heckenpflege und Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung.

Weiterführende Informationen zum Neuntöter

Marginalspalte

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke