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Feldtag am 20. Oktober 2017 in Schullwitz bei Dresden

Am 20.10.2017 fand auf dem Betrieb der Gutsverwaltung Schönfelder Hochland GmbH in Dresden-Schullwitz ein Feldtag des LfULG statt. Das landwirtschaftliche Unternehmen ist einer von 10 Modellbetrieben im Forschungs- und Entwicklungsprojekt (FuE) »Landschaftspflege durch extensive Rinderbeweidung«, welches insbesondere zum Ziel hat, die positiven Wirkungen einer extensiven Beweidung für Natur und Landschaft aufzuzeigen.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des LfULG, Norbert Eichkorn, sowie den Abteilungsleiter Naturschutz/Landschaftspflege, Helmut Ballmann, stellte Heribert Meller vom gastgebenden Modellbetrieb die Gutsverwaltung Schönfelder Hochland GmbH vor. Der Betrieb bewirtschaftet aktuell u. a. 411 ha Grünland. Darauf weiden 260 Mutterkühe mit weiblicher Nachzucht und Mastrinder der Rasse Limousin sowie Kreuzungen von Limousin, Hereford und Angus. Für den Betrieb ist es wichtig,  wirtschaftlich tragfähige Lösungen für die extensive Weidewirtschaft zu finden. Das Projekt unterstützt dabei mit optimal an die örtlichen Bedingungen angepassten Weidekonzepten.

Auf die Bedeutung artenreichen Grünlands für den Naturschutz wies Anke Weber, Sachgebietsleiterin Naturschutz und Landwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden, hin. Sie verwies auf die gute Zusammenarbeit zwischen Betrieb und Naturschutzbehörde, deutete aber auch an, dass bei der Umsetzung von Naturschutzzielen die Potenziale noch nicht ausgeschöpft sind.

Prof. Dr. Eckhard Jedicke (Hochschule Geisenheim University) und Heike Weidt (Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e.V.) als Projektnehmer referierten über Ziele und Inhalte des Vorhabens, welches mehr Weidetiere in Sachsens Landschaften bringen soll. Als ein Zwischenergebnis stellten sie einen Leitfaden für Rinderhalter (s.w.u. oder Infobox) vor, der interessierten Betrieben die Einführung und den Ausbau der Beweidung erleichtern soll.

Dr. Manfred Golze, ehemals LfULG, Lehr- und Versuchsgut Köllitsch, unterstrich die hohe Qualität von Weidefleisch und dessen Bedeutung als Mineralstofflieferant. Die Vorzüglichkeit des Fleisches müsse dem Verbraucher vermittelt werden, so dass er bereit sei, einen adäquaten Preis hierfür zu zahlen. Die erfolgreiche Vermarktung von »Weidefleisch« wurde als wichtiges Element für eine erfolgreiche Umsetzung von Naturschutzzielen erkannt und soll bei der Fortführung des FuE-Projektes eine wichtige Rolle spielen.  Wie eine solche Vermarktung aussehen kann, davon konnten sich die Teilnehmer des Feldtages im Hofladen des Betriebes ein Bild machen.

Der zweite Teil der Veranstaltung führte die Teilnehmer zu den Weideflächen des Betriebes im Bereich des Triebenberges. Hier wurde durch den Präsidenten des Landesamtes in einem symbolischen Akt an einer Weidefläche ein Schild angebracht, welches über die Ziele des FuE-Projekts informieren soll. Als wichtige Botschaft zeigt es weidende Rinder und das Motto des Projektes »Grasen für Natur und Landschaft«.

Teilnehmer des Feldtages am 20.10.2017 in Schullwitz bei Dresden

Teilnehmer des Feldtages

Heribert Meller, Gutsverwaltung Schönfelder Hochland GmbH (links) und Norbert Eichkorn, Präsident des LfULG, vor dem Weideschild mit dem Motto des FuE-Projektes "Grasen für Natur und Landschaft"

Marginalspalte

Bild: Rinderbeweidung im Schönfelder Hochland; Foto: Archiv Naturschutz LfULG, M. Kittel

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 63: Landschaftspflege

Jörg Döring

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Leitfaden für Rinderhalter