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Wiesenbrüterprojekt: Aufbau eines überregionalen Kompetenznetzes Wiesenbrütermanagement

Singendes Braunkehlchen im Erzgebirge (Foto: Jan Gläßer)

Ausgangssituation

Die Bestände der Wiesenbrüterarten Braunkehlchen, Bekassine und Wachtelkönig sind in den letzten Jahren in Europa teilweise dramatisch zurückgegangen. Auch in Sachsen wird dieser Trend in den Brutpaarzahlen deutlich. Viele Gebiete sind mittlerweile verwaist, sodass dringender Handlungsbedarf besteht, damit die Arten in Sachsen nicht aussterben.

Projektziele

Übergeordnetes Ziel ist die Stabilisierung der Populationen von Bekassine, Braunkehlchen und Wachtelkönig. Um dies erreichen zu können, ist eine enge Vernetzung zwischen ehrenamtlichen Akteuren, Landnutzern, Behörden des Freistaates Sachsen sowie den Landratsämtern erforderlich. Häufig sind Brutpaare durch die Nutzung der Wiesen bedroht, sodass in enger Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten Schutzmaßnahmen initiiert werden müssen. Aber auch Entwicklungsmaßnahmen sind erforderlich, um verwaiste Gebiete für eine Wiederbesiedlung attraktiv zu gestalten.

Meldung von Vorkommen

Die Hauptvorkommen in den Projektlandkreisen Vogtlandkreis, Erzgebirgskreis, Landkreis Zwickau, Landkreis Mittelsachsen und Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge werden von Ornithologen im Zuge von Werkverträgen kartiert. Insbesondere der Wachtelkönig kann nicht nur zu den Zugzeiten sondern auch als Brutvogel jahrweise auch außerhalb seines Verbreitungsschwerpunktes vorkommen. Deshalb wird um die Übermittlung von Beobachtungen während der Brutzeit Mai bis August gebeten. Die Beobachtungen können formlos per Mail (oder auch telefonisch) an die beiden Koordinierungsstellen gesendet werden. Es sollten dabei die beobachtete Art, das Beobachtungsdatum, die Anzahl der Individuen und der Beobachtungsort am besten mittels Karte beschrieben werden.

Der Ruf des Wachtelkönigs klingt, als ob der Wachtelkönig seinen wissenschaftlichen Namen (= Crex crex) wiederholt. Der Ruf ist oft in den Abend- und Nachtstunden auch aus weiter Entfernung zu hören und ist auch ohne umfangreiche Kenntnisse über Vogelstimmen eindeutig der Art zuzuordnen.

Maßnahmenspektrum

Wiedervernässung einer ehemaligen Nasswiese im Quellgebiet der Seidewitz am 06.11.2017 (Foto: B. Hachmöller)

Wiedervernässung einer ehemaligen Nasswiese im Quellgebiet der Seidewitz am 06.11.2017 (Foto: B. Hachmöller) - eine typische Maßnahme im Wiesenbrüterprojekt vor allem für die Bekassine

Im Rahmen des Wiesenbrüterprojektes werden verschiedene Maßnahmentypen realisiert:

  • Brutplatzschutz durch Aussparung von der Nutzung
  • Wachtelkönigfreundliche Mahd
  • Späte Mahd
  • Beweidungsmanagement
  • Mahd und Entbuschung
  • Wiedervernässung von Grünland
  • Schaffung von Nahrungstümpeln für die Bekassine
  • Einbringen künstlicher Sitzwarten für Braunkehlchen und Wiesenpieper
  • Schaffung von Altgrasbereichen
  • Verbesserung des Nahrungsangebotes durch benachbarte Blühstreifen

Marginalspalte

Ansprechpartner

Koordinierungsstelle für das Management von Bekassine und Braunkehlchen (Gesamtkoordination des Projektes) Landratsamt Erzgebirgskreis, Sachgebiet Naturschutz/Landwirtschaft

Christina Scheinpflug

  • TelefonTelefon: 03735 / 601 6219
  • E-MailE-Mail

Koordinierungsstelle für das Wachtelkönigmanagement Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Referat Naturschutz

Susanne Uhlemann

  • TelefonTelefon: 03501 / 515 3478
  • E-MailE-Mail

Weiterführende Informationen zu den Wiesenbrüterarten

  • Braunkehlchen
  • Bekassine
  • Wachtelkönig
  • Ansprechpartner

    Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

    Referat 56: Natura 2000, Biotop- und Artenschutz

    Dr. Hans-Ulrich Bangert

    Ansprechpartner

    Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

    Referat 62: Artenschutz

    Hendrik Trapp