Arbeitshilfen für den Umgang mit Neobiota
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Arbeitshilfen für den Umgang mit Neobiota

In einer Liste von Tier- und Pflanzenarten, die in Sachsen bereits oder möglicherweise künftig wildlebend vorkommen und die von Fachgremien auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene als problematisch eingestuft wurden, wird der Handlungsbedarf in Sachsen in fünf Wertstufen differenziert:

(weiß) Die Art wird in Sachsen als nicht problematisch oder invasiv eingeschätzt.

 

(grün) Der Handlungsbedarf für ein Management ist überwiegend gering oder nicht vorhanden, da
- problematisches bzw. invasives Verhalten in den Teilpopulationen nicht oder nur unzureichend belegt oder begründbar ist oder
- das Gefährdungspotenzial der Art aufgrund der bevorzugt besiedelten Lebensraumtypen gering ist oder
- keine Tilgungsmaßnahmen vorhanden oder bekannt sind, deren Erfolgsaussichten im Verhältnis zum Aufwand stehen.

 

 

(grün/gelb) Für Aussagen zum Managementbedarf sind genauere Informationen erforderlich, die sich auf eine Beobachtung des Etablierungsprozesses stützen, erforderlich.

 

(gelb) Der Handlungsbedarf für ein Management ist in zahlreichen Einzelfällen vorhanden.
Voraussetzung für die Handlungsentscheidung sollte eine auf die konkrete Teilpopulation bezogene Prüfung sein, ob
- problematisches bzw. invasives Verhalten belegbar oder begründbar ist und
- Maßnahmen mit Aussicht auf Erfolg und mit verhältnismäßigem Mittelaufwand vorhanden/bekannt sind.

 

(rot) Der Handlungsbedarf für eine unverzügliche Tilgung bei wildlebenden Nachweisen der Art und Beobachtung des Etablierungsprozesses ist hoch.

 

Zu den derzeit 110 gelisteten Arten werden Internetquellen für Artensteckbriefe und Managementinformationen angegeben. Für ausgewählte Arten wurden sachsenspezifische Steckbriefe von der Technischen Universität Dresden in Zusammenarbeit mit zahlreichen Artspezialisten im Auftrag des LfULG erarbeitet.

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Ansprechpartner

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Referat 56: Schutzgebiete, Biotop- und Artenschutz

Dr. Hans-Ulrich Bangert

Informationsportal Neobiota

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