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Rothalstaucher - Podiceps grisegana (Boddaert 1783)

Der Rothalstaucher (Podiceps grisegena) ist wie der Name schon sagt durch seinen kräftig rostroten Hals im Prachtkleid charakterisiert. Im Ruhekleid ist der mittelgroße Tauchvogel überwiegend graubraun gefärbt mit weißen Stellen an Kehle, Kopfseiten und Hals.

Der Rothalstaucher kommt in flachen, stehenden Gewässern mit ausgedehnten Verlandungszonen und eher kleinen Wasserflächen vor, z.B. Teiche, Tagebaurestseen und Feldlachen. Wichtig ist eine submerse Vegetation, da sich hier die Nahrungsgrundlage befindet. Er brütet auf offen schwimmenden, an Pflanzen verankerten oder in den Verlandungszonen versteckten Nestern.

Als Nahrung dienen Fische, Wasserinsekten, Krebstiere und Frösche. Wichtige Überwinterungsgebiete sind die südliche Ostsee, die Nordsee und die Atlantikküste des südlichen Skandinaviens. Einzelne Tiere überwintern auch an Binnenseen.

In Sachsen brütet er sehr lückenhaft im Tief- und Hügelland Nordwest- und Ostsachsens. Die aktuell 50 bis 70 Brutpaare stehen auf der Roten Liste Sachsens als »vom Aussterben bedroht«. Der Bestandsrückgang ist besonders durch die Lebensraumentwertung infolge der Intensivierung der Binnenfischerei und die Tatsache, dass Sachsen am Westrand des mitteleuropäischen Verbreitungsgebietes liegt, zu erklären.

Rothalstaucher (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, W. Grafe)

Rothalstaucher (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, W. Grafe)

Weiterführende Informationen zum Rothalstaucher

Marginalspalte

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke

Vogelart 1783

Rothalstaucher (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, D. Synatzschke)

Rothalstaucher (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, D. Synatzschke)