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Große Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis)

FFH-Art 1042

Die Große Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis, CHARP. 1825) ist eine dunkel gefärbte Libellenart mit leuchtend gelbem Fleck auf dem siebenten Hinterleibssegment des Männchens.

Große Moosjungfer (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, H. Voigt)

Große Moosjungfer (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, H. Voigt)

Sie besiedelt Moorgewässer und aufgelassene (Hand-)Torfstiche, aber auch moorige und anmoorige Teiche und Weiher, Zwischenmoorbereiche, Sandgruben, Lehmlachen und ähnliche Gewässer. Bevorzugt werden kleinere, fischfreie, strukturreiche, windgeschützte und teils besonnte Gewässer. Die Entwicklung der Larve vollzieht sich im Gewässer, nach zwei bis drei Jahren schlüpfen die Tiere. Flugzeit der Imagines (geschlechtsreife Adultform von Insekten) ist von Mai bis Juli.

Die eurosibirische Große Moosjungfer kommt in Sachsen zerstreut vor und ist wohl nirgendwo häufig. Sie findet sich in geeigneten Habitaten vom Tiefland (Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet, Königsbrück-Ruhlander Heiden, Düben-Dahlener Heide) bis zu den Mittelgebirgen (Erzgebirge, Vogtland).

Beobachtungen liegen auch aus der sächsischen Gefildelandschaft vor (zum Beispiel Großenhainer Pflege, Westlausitzer Hügel- und Bergland, Mulde-Lößhügelland und Leipziger Land). Viele Vorkommen der ehemals weit verbreiteten Art wurden vernichtet, so dass die Große Moosjungfer heute in Deutschland und Sachsen stark gefährdet ist.

Zu den Rückgangs- und Gefährdungsursachen gehören Entwässerung, Abtorfung, Schadstoff- und Nährstoffeinleitung in Gewässer, Fischbesatz, Vernichtung von Wasser- und Ufervegetation sowie das Auflassen und Verfüllen von Kleingewässern.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke

FFH-Art 1042

Große Moosjungfer - Larve (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Schreyer)

Große Moosjungfer - Larve (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Schreyer)

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