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Großer Feuerfalter (Lycanea dispar)

FFH-Art 1060

Bevorzugte Lebensräume des Großen Feuerfalters (Lycaena dispar, HAWORTH 1802) sind Flussniederungen, Feucht- und Nasswiesen, Niedermoore, Seggenriede, Graben- und Gewässerränder.

Grosser Feuerfalter (Lycanea dispar) (Foto: Fotoarchiv SNSD)

Grosser Feuerfalter (Lycanea dispar) (Foto: Fotoarchiv SNSD)

Die Flugzeit der Imagines (geschlechtsreife Adultform) erstreckt sich von Mitte Juni bis Ende Juli. Eine mögliche zweite Generation ist Mitte August bis Anfang September zu beobachten. Dabei können Falter auch weitab der Larvalhabitate (Aufenthaltsort während Larvenstadium) angetroffen werden.
Die Eiablage erfolgt an der Blattoberseite der Futterpflanzen, nahe der Mittelrippe. Als Nahrungspflanzen der Raupen, die im 2. oder 3. Larvenstadium überwintern, werden oxalatarme Ampfer-Arten angegeben (Oxalat ist das entsprechende Salz der Oxalsäure), insbesondere Fluss-Ampfer (Rumex hydrolapathum), aber auch Krauser Ampfer (Rumex crispus) und Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius). Die Falter decken ihren Nektarbedarf vorzugsweise an Trichter- und Köpfchenblumen von violetter oder gelber Farbe.

Verbreitungsschwerpunkte der Art innerhalb Deutschlands sind die Oberrheinebene in Südwestdeutschland und das nordostdeutsche Tiefland. In Sachsen ist der Große Feuerfalter extrem selten und tritt oft nur sporadisch auf. Neuere Nachweise (Einzelfunde nach 1990) liegen aus dem Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet, der Neißeaue und südlich von Bautzen vor.

Zu den wesentlichen Gefährdungsfaktoren der deutschlandweit stark gefährdeten Art gehören Zerstörung der Lebensräume durch Entwässerung oder Grundwasserabsenkung, intensive landwirtschaftliche Nutzung, großflächige Mahd ampferreicher Flächen (insbesondere nach der Eiablage), Gewässerverbau und -unterhaltung.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Dr. Ulrich Zöphel

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