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Breitrand (Dytiscus latissimus)

FFH-Art 1081

Der Breitrand (Dytiscus latissimus, LINNAEUS 1758) gehört zur Familie der Schwimmkäfer (Dytiscidae) und kann bis zu 44 Millimeter groß werden. Charakteristische Merkmale sind das gelb umrandete Halsschild und die gelb gesäumten und seitlich tragflächenartig erweiterten Flügeldecken.

Breitrand (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, T. Martschei)

Breitrand (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, T. Martschei)

Die Art besiedelt größere nährstoffarme Stillgewässer (meist über 1 Hektar) mit Flachwasserbereichen und gut ausgebildeter Wasser- und Verlandungsvegetation (Röhrichte, Seggenrieder).
Geeignete Siedlungsgewässer sind Teiche, Weiher und Seen, aber auch Torfstiche, Kiesgruben und Tagebaurestgewässer.

Die Larvenentwicklung vollzieht sich in besonnten, vegetationsreichen Flachwasserbereichen (Eiablage im Frühjahr an Wasserpflanzen, Verpuppung an Land).

Nahrungsgrundlage für die Art sind Insekten, Aas und kranke Fische. Die Imagines (geschlechtsreife Adultform) überwintern in tieferem Wasser; neue Gewässer werden im Flug aufgesucht.

Dytiscus latissimus ist in Deutschland vielerorts nachgewiesen worden; auch für Sachsen liegen zahlreiche Altnachweise vor (zum Beispiel Teichgebiet Moritzburg, Königswartha). Heute ist die Art jedoch sehr selten und deutschlandweit vom Aussterben bedroht. Aus Sachsen sind nur zwei Funde neueren Datums bekannt: südwestlich Grimma (1987) und bei Glauchau (1994).

Die Ursachen für den Rückgang sind noch nicht endgültig geklärt. Als mögliche Gefährdungen gelten Nährstoffeintrag, intensive Fischhaltung, hoher Entenbesatz, Entkrautung, Gewässerverbau und zunehmende Beschattung.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Dr. Ulrich Zöphel