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Steinbeißer (Cobitis taenia)

FFH-Art 1149

Der Steinbeißer (Cobitis taenia, LINNAEUS 1758) kann bis zu 12 Zentimeter lang werden. Er besitzt einen langgestreckten, seitlich stark abgeflachten Körper, der durch mehrere Längsreihen dunkler Flecken gekennzeichnet ist. Arttypisch sind darüber hinaus sechs sehr kurze Barteln und der zweispitzige aufstellbare Stachel unter dem Auge.

Steinbeißer (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, W. Fiedler)

Steinbeißer (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, W. Fiedler)

Als stationär lebender Bodenfisch besiedelt der Steinbeißer klare fließende und stehende Gewässer mit sandigem Grund. Die Tiere halten sich tags eingegraben im Sand auf und werden erst in der Dämmerung aktiv.
Bei der Nahrungssuche wird das Grundsubstrat nach kleinen Bodentieren »durchsiebt« und anschließend über die Kiemen wieder ausgestoßen.
Zur Laichzeit im April bis Juni legen die Weibchen bis zu 300 Eier an Steinen und Wasserpflanzen ab.

Aktuelle Vorkommen des Steinbeißers sind in Sachsen vorwiegend aus den Einzugsgebieten der Spree und Schwarzen Elster und hier aus den Naturräumen Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet und Königsbrück-Ruhlander Heiden bekannt geworden. Einzelnachweise liegen auch für die südliche Oberlausitz und das Mulde-Lößhügelland vor. Als Siedlungsgewässer werden Teiche, Bäche, kleinere Flüsse und Gräben angegeben.

Nach der Roten Liste der gefährdeten Wirbeltiere ist die Art in Sachsen vom Aussterben bedroht.

Gefährdungen gehen vor allem von der Zerstörung und Beeinträchtigung der Lebensräume aus. Dazu gehören unter anderem Gewässerausbau, Unterhaltungsmaßnahmen (zum Beispiel maschinelle Grabenräumungen), Abwasserbelastung, intensive Teichbewirtschaftung und Querbauwerke.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Dr. Ulrich Zöphel