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Schwimmendes Froschkraut (Luronium natans)

FFH-Art 1831

Das Schwimmende Froschkraut (Luronium natans (L. ) RAF.) ist eine weißblühende, ausdauernde, 10 bis 45 Zentimeter hohe Schwimmblattpflanze mit schmalen linealischen  Unterwasserblättern und langgestielten elliptischen Schwimmblättern.
Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis August.

Froschkraut (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, F. Klenke)

Froschkraut (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, F. Klenke)

Bevorzugte Standorte der Art sind lückige Pionierrasen an flach überschwemmten, zeitweise trockenfallenden Ufern von oligo- bis mesotrophen, stehenden oder langsam fließenden Gewässern (Teiche, Gräben, Bäche) mit mäßig sauren humosen Sand-, Kies-, Lehm- oder Schlammböden. Luronium natans gilt als Klassen-Charakterart der Littorelletea (Strandlingsfluren) und wird für Sachsen insbesondere für den Verband der Nadelsumpfsimsen-Gesellschaften (Eleocharition acicularis) angegeben.

Die Verbreitung des Froschkrautes beschränkt sich auf den atlantisch-subatlantischen Raum des temperaten ozeanischen Europas. In Nord- und Mitteldeutschland (mit Schwerpunkt in Niedersachsen und Schleswig-Holstein) ist die Art selten bis zerstreut.
Die Vorkommen in Sachsen gehören zu einem vorgeschobenen »atlantischen« Teilareal, das sich über Süd-Brandenburg und Nordost-Sachsen erstreckt.

Insgesamt ist das Froschkraut in Sachsen sehr selten und mit wenigen Beständen auf die Naturräume Großenhainer Pflege, Königsbrück-Ruhlander Heiden, Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet und Östliche Oberlausitz begrenzt.

Die Gefährdungssituation des Froschkrautes wird für Deutschland mit der Kategorie »stark gefährdet« angegeben.
In Sachsen ist die Art vom Aussterben bedroht, wobei in den letzten Jahrzehnten ein deutlicher Bestandsrückgang zu verzeichnen war. Der weitere Verlust von Standorten kann auch für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Als wichtige Gefährdungsfaktoren der konkurrenzschwachen Art sind Eutrophierung der Gewässer, Entwässerungsmaßnahmen, Schadstoffeintrag, fortschreitende Sukzession (Verdrängung durch konkurrenzstarke Arten), intensive Teichwirtschaft und Fischbesatz (insbesondere Karpfenhaltung) sowie starke Beschattung von Fließgewässern zu nennen.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Ulrike Heffner

FFH-Art 1831

Blühendes Froschkraut (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, D. Hanspach)

Blühendes Froschkraut (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, D. Hanspach)

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