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Kalktuff-Quellen

Lebensraumtyp 7220

Zu den Kalktuffquellen gehören dauerhafte oder temporäre Sicker-, Sturz- oder Tümpelquellen sowie Quellbäche mit kalkhaltigem Wasser und Ausfällungen von Kalksinter (Kalktuff) in unmittelbarer Umgebung des Quellwasseraustrittes im Wald oder im Offenland.
Eingeschlossen sind alle zur Quelle gehörenden Bereiche sowie die zum Quellbereich gehörende Vegetation mit Arten des Cratoneurion (Kalkquellfluren).

Quellbereich mit Cratoneuron decipiens (Foto: W. Böhnert, Archiv Naturschutz LfULG)

Quellbereich mit Cratoneuron decipiens (Foto: W. Böhnert, Archiv Naturschutz LfULG)

Kalktuffquellen und Kalkmoos-Gesellschaften (Cratoneuretum commutati) sind in Sachsen extrem selten, meist sehr kleinflächig und zum Teil nur fragmentarisch ausgebildet. Vorkommen gibt es im Nordsächsischen Platten- und Hügelland, im Müglitztal, Gottleubatal, Elbtal und im Vogtland.

Die Biotope und ihre Pflanzengesellschaften sind von vollständiger Vernichtung bedroht und nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt.

Mögliche Gefährdungen ergeben sich beispielsweise aus Grundwasserabsenkungen, Quellfassungen, Nährstoffeintrag, Trittschäden und ähnlichen Faktoren. Kalktuffquellen gehören zu den prioritären Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie.