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Der Modellversuch

Die Einführung eines Schulprofils Klimaschule soll im Rahmen eines Modellversuchs getestet werden. Für den Modellversuch wurden zehn sächsische Schulen gesucht, die in den Schuljahren 2016/2017 und 2017/2018 mit fachlicher Beratung, methodischer Begleitung und finanzieller Unterstützung den Weg in Richtung Klimaschule gehen wollen.

Ziel und Inhalt

Ziel ist es, das Thema Klima dauerhaft an den Schulen zu verankern und diese dazu anzuregen, ihr eigenes Schulprofil als Klimaschule zu entwickeln. Dabei sollen alle schulischen Handlungsfelder (Unterricht, Fortbildung/Management, Schulleben, außerschulische Lebenswelt und schulische Infrastruktur) von der Klimathematik durchdrungen werden. Innerhalb dieses Rahmens können die Schulen mit Blick auf die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen eigenverantwortlich festlegen, welches Handlungsfeld sie mit welchen Inhalten gestalten möchten. Für die inhaltliche Ausgestaltung der schulischen Bereiche wurde ein Katalog von fünf Modulen entwickelt.

Die Auswahl der Schulen

Insgesamt haben sich 14 Schulen für das Projekt beworben. Alle interessierten Schulen wurden im Jahr 2016 zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Im Vorfeld der Veranstaltung erarbeiteten die Schulen eine Projektskizze mit ersten Ideen und Vorstellungen und konnten diese auf der Veranstaltung präsentieren. Die Auswahl der Schulen erfolgte nach folgenden Kriterien:

  1. Prägnanz und Originalität der Leitidee, Innovation und Motivation
  2. Einbeziehung der schulischen und außerschulischen Akteure
  3. Vielfalt und Eignung der Mittel und Methoden

Am 1.November 2016 erhielten die 10 ausgewählten Schulen ihre Berufungsurkunde und wurden Teilnehmer im Projekt.

Der Klimaschulplan

Jede Schule erstellt einen Klimaschulplan, in dem sie den Ausgangszustand ihrer Schule erfasst, ein Ziel formuliert und Maßnahmen definiert, mit denen das Ziel erreicht werden soll. In der Projektlaufzeit erfolgt dann die Umsetzung der geplanten Maßnahmen. Am Ende des Modellversuchs wird der Stand der Umsetzung dokumentiert und es werden Schlussfolgerungen für die weitere Entwicklung gezogen.

Die wissenschaftliche Begleitung

Der Modellversuch wird von der Technischen Universität Chemnitz, Professur Erziehungswissenschaften wissenschaftlich begleitet. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung wird der Umsetzungsprozess an den Schulen dokumentiert. Jede Schule erhält einen studentischen Begleiter. Dieser wird die Schulen in der Projektlaufzeit viermal besuchen . Am Ende der Projektlaufzeit erhält jede Schule einen Entwicklungsbericht, in dem der Stand der Umsetzung des Klimaschulplans dokumentiert wird. Der Entwicklungsbericht soll somit Ausgangspunkt für die Ableitung innerschulischer Schlussfolgerung für die weitere Entwicklung sein. Darüber hinaus weden Vorschläge für eine Verstetigung des Prozesses und einen Transfer an weitere Schulen unterbreitet.