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REGKLAM - Integriertes Regionales Klimaanpassungsprogramm für die Modellregion Dresden

Das LfULG war als assoziierter Partner im Projekt  tätig.
(Unterauftragnehmer der TU Dresden für die Teilprojekte 2.1. + 3.3.1.)

Leadpartner: Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR)

Projektlaufzeit:

07/2008 - 12/2013

Projektziele:

Mit dem Verbundvorhaben sollte ein konkreter Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel in der Modellregion Dresden geleistet werden. Es sollten Anpassungsstrategien in den drei für die Region Dresden entscheidenden Handlungsfeldern entwickelt werden:

  • der städtebaulichen Struktur,
  • der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur mit dem Schwerpunkten auf urbane Wassersysteme sowie
  • der Landnutzung (hier: pflanzenbauliche Anpassungsoptionen von Acker-, Obst- und Weinbau an den Klimawandel in der Region).

Projektergebnisse:

TP 2.1. Dokumentation und Darstellung der Klimaprojektionen

  • In enger Zusammenarbeit mit der TU Dresden, Lehrstuhl für Meteorologie, wurde unter Nutzung der sächsischen Klimadatenbanken die für Sachsen vorliegenden flächendifferenzierten Klimaprojektionen für die Nutzung in REGKLAM dokumentiert und verifiziert.
  • Es wurde ein Leitfaden und nutzerorientierter Ergebniskatalog für die Verwendung und Interpretation von Klimaprojektionsdaten erarbeitet. (vgl. REGKLAM - Produkte des Teilprojektes 2.1.)
  • Für die REGKLAM-Modellregion wurde herausgearbeitet, dass mit folgenden Klimaveränderungen zu rechnen ist (vgl. REGKLAM - Ergebnisse des Teilprojektes 2.1):
    • Anstieg der Temperatur bis zum Jahr 2100 im Mittel um 2,8 °C
    • Im Winterhalbjahr stärkere Temperaturzunahme als im Sommerhalbjahr
    • Zunahme von Trockentagen
    • Zunahme des Niederschlages im Winterhalbjahr (seltener Schnee und häufiger Regen)
    • Abnahme der klimatischen Wasserbilanz
    • Längere Vegetationsperiode

TP 3.3.1. Anpassungsstrategien für den regionalen Pflanzenbau

  • 8 Betriebe im Acker-, Obst-, Gemüse- und Weinbau in der Modellregion wurden beispielhaft hinsichtlich Fruchtfolge, Humusentwicklung, Bodenbearbeitung (wassersparender Anbauverfahren), Düngungsniveau, Düngungsverfahren, PS-Index, Sortenvariabilität diverser Kulturen, Technikniveau etc. in Abhängigkeit von den differenzierten Standortbedingungen und den Betriebstypen analysiert.
  • Eine jahreszeitlich relevante Betroffenheit der Beispielsbetriebe vom Klimawandel in den Boden-Klima-Räumen betrifft vor allem die Verlängerung der Vegetationszeiten, Spätfrostperioden im
    Obst-/Weinbau und Frühsommertrockenheit auf diluvialen Böden.
  • Im Aktionsplan zur Klimaanpassung für die Modellregion wurde die gezielte Weiterentwicklung der relevanten Standortvorteile der Landwirtschaft mit einem besonderen Focus auf Stärkung des Bodenschutzes verankert. Als geeignete Anbauverfahren zur Klimaanpassung werden wassersparende Bewässerung insbesondere im Obst-, Wein- und Gemüsebau, Flurgestaltung mit Schlagteilung, Anlage von Feld- und Schutzstreifen, Biotopvernetzung, Unterfußdüngung/Injektionsdüngung, Teilschlagspezifische Bewirtschaftung (Precision Farming), Nutzung von stabilisierten Düngemitteln, Humusbilanzierungsmethoden, PS-Indexberechnungen, Nutzung Schaderreger-Prognose-Modelle und Applikationstechniken, Hagelnetze im Obstbau, Nutzung von Indexberechnungen für Sortenstrategien im Weinbau bei zunehmendem Anbau von Rotweinsorten gesehen.
  • Unter Nutzung des Modells „Erosion 3D“ sind Gefahrenkarten zur Einschätzung von Erosionsgefährdungen in relevanten REGKLAM-Betrieben erarbeitet worden.
  • Planungsdaten für ökonomische Bewässerung im Ackerbau wurden bereitgestellt.
  • Geeignete Maßnahmen einer Diversifizierung im Pflanzenbau als Einkommensalternativen und zur Auflockerung enger Fruchtfolgen im Sinne des Aktionsplans sind z. B. Nutzung von Agroforstkulturen/KUP bzw. neuer Energiepflanzen, als Landschaftselemente u.a. auch  zur Verbesserung der Biodiversität.
  • Die Nutzung von Zwischenfrüchten zur Humusverbesserung, der Reststickstoffbindung zur Verhinderung von Auswaschungen, zur Verhinderung von Bodenerosionen und zur Auflockerung der Fruchtfolge und als Biogassubstrat ist eine weitere geeignete Anpassungsmaßnahme.
  • Zur verbesserten Zielerreichung ist die Nutzung aktueller Förderinstrumentarien hilfreich, z. B. Technik- und Bauinvestitionsförderung, Anbau von KUP, Agrar-Umwelt-Maßnahmen.

Die Ergebnisse sind in das Heft 7 »Integriertes Regionales Klimaanpassungsprogramm für die Region Dresden: Grundlagen, Ziele und Maßnahmen« der REGKLAM Publikationsreihe eingeflossen.

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Ansprechpartner

Teilprojekt TP 2.1

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Daniela Bärtling

  • PostanschriftPostanschrift:
    Postfach 10 05 10,
    01076 Dresden
  • TelefonTelefon: (0351) 564-25204
  • TelefaxTelefax: (0351) 564-25230
  • E-MailE-Mail
  • Internetseitewww.smul.sachsen.de

Teilprojekt TP 3.3.1

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Abteilung 7: Landwirtschaft

Dr. Eberhard Bröhl

  • PostanschriftPostanschrift:
    Postfach 54 01 37
    01311 Dresden
  • BesucheradresseBesucheradresse:
    Waldheimer Str. 219
    01683 Nossen
  • TelefonTelefon: (035242) 631-7000
  • TelefaxTelefax: (035242) 631-7099
  • E-MailE-Mail
  • Internetseitewww.smul.sachsen.de/lfulg

Partner im Projekt

Weitere Informationen

Projektwebsite:

REGKLAM ist ein Projekt der KLIMZUG-Initiative des Bundes.

Veröffentlichungen

Publikationen des Projektes REGKLAM

Broschüre mit Ergebnissen aus TP 3.3 zum Thema »Landnutzung«
(Hrsg.: SMUL)

Anpassungsmaßnahmen des sächsischen Pflanzenbaus an den Klimawandel

Anpassungsmaßnahmen des sächsischen Pflanzenbaus an den Klimawandel

Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
Förderkennzeichen: 01 LR 0802