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Wirkung: Energie und Bergbau – Boden

In Folge des Abbaus von Rohstoffen kommt es in der Regel zu umfangreichen Beeinträchtigungen des Bodens oder zur Bodenzerstörung. Die natürlichen Bodenfunktionen werden durch Abtragen, Umlagern, Überschütten, Deponieren und Verdichten des Bodens sowie durch das Errichten von Betriebsanlagen gestört.

Nach dem Beenden der bergbaulichen Eingriffe wird versucht, die Bodenfunktionen auf den neu entstandenen Flächen wieder herzustellen und nutzbar zu machen. Allerdings ist dies in Gebieten der ehemaligen Braunkohletagebaue für Zwecke der Land- und Forstwirtschaft oft nur eingeschränkt möglich. Schwefelhaltige, im abgebauten Sediment lagernde Mineralien lassen die »Kippenböden« versauern. Zusätzliches Düngen und Kalken soll den Rohboden neutralisieren und den Nährstoffhaushalt aufwerten. Teilweise wird zusätzlich Oberboden aufgetragen. Der gesamte Prozess ist langwierig, kostenintensiv und muss gesetzliche und fachliche Vorgaben beachten.

Im erzgebirgischen Uranbergbau wurden durch jahrzehntelanges Aufschütten von Halden natürliche Böden großflächig überdeckt. Auf diesen Halden dauert die natürliche Bodenbildung mit hohem Humusgehalt sehr lange. Dadurch gibt es dort nur eine sehr schwach ausgeprägte Vegetation. Um den Prozess zu beschleunigen, werden seit mehreren Jahren die Halden mit Bodensubstrat abgedeckt. Unmittelbar danach wird Gras angesät, um eine mögliche Erosion zu vermeiden. Dieses Vorgehen hat sich gerade bei Starkniederschlägen wie im August 2002 bewährt. Der Abtrag bei Halden mit Grasbewuchs war sehr gering.

Das Sanieren von kontaminierten Flächen des Uranbergbaus verbessert ebenfalls die Bodensituation. Das verseuchte Material wird ausgehoben und entsorgt, die sanierten Flächen sind wieder uneingeschränkt nutzbar. Die Energiewirtschaft beansprucht bei der Stromerzeugung abgesehen von den Flächen der Braunkohlentagebaue vergleichsweise wenig Boden. Kaum nennenswert ist das Versiegeln der Bodenoberfläche durch technische Anlagen der klassischen Energieerzeugung. Ausschlaggebend in diesem Sektor sind eher Schwefeldioxid-Emissionen der Großfeuerungsanlagen, die zur Versauerung beigetragen haben. Bei den Erneuerbaren Energien Solarwärme und Solarstrom ist der Flächenbedarf je gewonnener Kilowattstunde deutlich größer.

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